Nach dem Kaffee mit einigen Samstagsfrauen dachte ich darüber nach, wie schön es ist, über meine Themen nicht nur zu schreiben, sondern auch schreiben zu können. Und so werden sie in diesem Wochenrückblick das ein oder andere Thema wiedererkennen.
Es gäbe sicher noch mehr zu erzählen. Zum Beispiel über die bevorstehenden Wahlen in Mecklenburg-Vorpommern oder über den Austausch mit meiner Mitbewohnerin über ihre neuen Fächer. Denn eines muss man sagen: Sie erzählt endlich wieder positiv über die Schule. Das hatten wir länger nicht.
Aber irgendwo muss ich meine Gedanken auch mal wieder einfangen. Sonst ufert das hier aus und wird womöglich langweilig für dich, meinen Leser.
Also gibt es diese Woche: Lesen, Träumen und die KI.
Samstag, 14.09.26
Der Samstag hielt einen schönen Besuch in der Stadtbücherei, sowie eine Radtour über die Dörfer für mich bereit.
Ich hatte mir das Buch „Der Einsiedlerkrebs“ vorbestellt. Jedoch vergessen, warum ich es lesen wollte. Kurzentschlossen ließ ich mich im Ohrensessel der Bücherei nieder und las das Buch an. Es hatte mich so gepackt, ich hätte einfach sitzen bleiben können und weiter lesen. Nebenbei entwickelte sich ein Gespräch über den Bundesweiten
im November. Ich überlege daran teilzunehmen, bin mir jedoch nicht sicher, ob nur in der OGS oder auch an anderer Stelle.
Am Nachmittag schwang ich mich spontan aufs Rad und machte eine kleine Tour rund um den Nachbarort und unser Industriegebiet.
Sonntag, 13.09.26
Der Sonntag plätscherte so wo sich hin, ähnlich dem Regen vor den Fenstern. Genügen Zeit nichts zu tun. Nachdem der Wochenrückblick endlich online ging, habe ich entweder gelesen oder mir die 5. Staffel von Dan Sommerdahl in der ZDF Mediathek angeschaut.
Montag, 14.09.26
Der Montagsstarter rutschte durch ein Gespräch mit einer Bekannten unvermittelt in den Bereich der künstlichen Intelligenz. Ist KI Fluch und Segen zugleich? Im Netz tauchen immer häufiger Warnungen von Experten auf. Allerdings halte ich nicht allzu viel von vermeintlichen Experten im Internet. Denn wer sagt mir, dass es sich tatsächlich um Experten handelt?
Deshalb habe ich mich auf die Suche nach geeigneter Lektüre gemacht, um mir neben meinen eigenen Erfahrungen mit KI eine fundierte Meinung zu bilden. Dabei stieß ich auf ein Buch aus dem Jahr 2012, dessen Autor als umstritten gilt. Interessant finde ich, dass vieles von dem, worüber er damals schrieb, heute tatsächlich zu einem Problem geworden ist
Noch zwei weitere Bücher stehen auf meiner Leseprobe-Liste. Menschlichkeit in digitalen Zeiten von Joachim Bauer aus dem Jahr 2026 und Bedienungsanleitung für ein menschliches Gehirn von Gerald Hüter aus dem Jahr 2016.
Dienstag, 15.09.26
Die Temperaturen steigen heute auf über 26 Grad. Ein letzter Gruß des Sommers? Wir genossen alle die warmen Sommerstrahlen. In meinem Hinterkopf jedoch strahlte auch die Nachricht “ Wasser der Perlbachtalsperre reicht noch bis Anfang Oktober“. Während die Überschrift in der Tageszeitung mich in leichte Unruhe versetzt, beschwichtigt der Text darunter mich wieder. Weil ich nun mal bin, wie ich bin, habe ich mich informiert und einen Blogbeitrag geschrieben.
Donnerstag, 17.09.26
Manchmal nehme ich etwas aus der Lernzeit mit, über das ich auch später noch nachdenke. So war es in dieser Woche bei den Kindern der zweiten Klasse.
Zwei Tage zuvor hatte ich mit ihnen aus jeweils zwei Wörtern einen Satz bilden wollen. „Feuer“ und „Wasser“ oder „Schüler“ und „Lehrer“ zum Beispiel. Eigentlich eine kleine Aufgabe, dachte ich. Umso mehr hat es mich überrascht, wie schwer sie einigen Kindern fiel.
Dabei musste ich an ein Gespräch von vor zwei Wochen denken. Damals ging es schon einmal darum, dass Kinder Begriffe lesen und schreiben können, aber nicht unbedingt wissen, was sie eigentlich bedeuten.
Also wollte ich diesmal genauer hinschauen. In Absprache mit der Lehrerin, die mich darauf hinwies, dass die Kinder die Begriffe Nomen, Verb und Adjektiv noch gar nicht kennen, stellte ich der Klasse eine ganz einfache Frage:
„Wer weiß nicht, was ein Satz ist?“
Die meisten Hände gingen nach oben.
Ich erklärte ihnen, dass ein Satz im Grunde eine kleine Geschichte erzählt. Und plötzlich ging es. Mit einem von mir vorgegebenen Wort konnte jedes Kind einen eigenen Satz bilden.
Später haben wir noch Galgenmännchen gespielt – die Kinder gegen mich. Auch dabei zeigte sich etwas Interessantes: Einige Kinder konnten ein Wort schon anhand weniger Buchstaben erkennen. Sie wussten aber nicht unbedingt, was dieses Wort eigentlich bedeutet.
Das hat mich wieder einmal darüber nachdenken lassen, wie unterschiedlich Lesenlernen und Verstehen sein können. Ein Wort zu erkennen ist das eine. Zu wissen, was sich dahinter verbirgt, etwas ganz anderes.
Und manchmal braucht es dafür offenbar gar keine komplizierte Erklärung. Manchmal reicht die Vorstellung, dass ein Satz eine kleine Geschichte erzählt.
Freitag, 18.08.26
Ein angenehmer Nebeneffekt meines Abos der Tageszeitung ist, dass ich bestimmte Zeitschriften kostenlos lesen kann. In dieser Woche sind es gleich zwei, die ich besonders mag: die Flow und die Geo.
Während ich in der Geo Interessantes über das Wattenmeer lese, bleibe ich in der Flow an dem Beitrag „Träume verwirklichen – wie uns das gelingt“ hängen.
Auf den ersten Blick haben die beiden Themen nicht viel miteinander zu tun. Für mich schon.
Quelle Foto: Pixabay
Einer meiner Träume ist es, ein Jahr am Meer zu leben. Nicht nur für ein paar Tage Urlaub, sondern wirklich ein ganzes Jahr. Alle Jahreszeiten erleben. Beobachten, wie sich das Meer verändert – und was das Meer mit mir macht.
Und dann gibt es da noch einen anderen Traum: ein Jahr in einer Großstadt zu leben.
Zwei ziemlich unterschiedliche Vorstellungen. Und beide habe ich bisher nicht verwirklicht. Vielleicht, weil ich mich noch nicht traue, einen solchen Schritt tatsächlich zu machen.
Genau deshalb passt der Beitrag aus der Flow so gut zu meinem Wochenrückblick.
Und mit einem Zitat von Seite 18 verabschiede ich mich für diese Woche.
Wir hängen stärker an dem fest, was wir haben, als an dem was wir bekommen.




Das mit dem „in einer Großstadt leben“ würde dir nur dann gefallen, wenn du dir die Stadt sorgfältig aussuchst. Es muss für dich eine Stadt sein, die es ermöglicht, auch länger in der Natur zu sein, Hannover – gut (wir haben die Eilenriede) – Ludwigshafen am Rhein – gilt als die am stärksten versiegelte Stadt in Deutschland.
Guten Morgen, das kann gut sein. Aber wie es mit dem Träumen so ist, da sucht man sich den Ort ja auch. Ich lebe in einer Stadt mit knapp 30.000 Einwohnern. Da ist Köln schon groß. Tatsächlich wäre mein Traum Hamburg oder Stuttgart oder Leipzig. Und ganz groß geträumt. New York. Liebe Grüße
Ich würde gerne mal ein Jahr lang im Norden leben. Den Traum vom Jahr in der (Gross)stadt hege ich auch. 🙂
Liebe Grüsse von Regula
Hallo Regula, wenn du mit Norden Schweden und Co. meinst, da würde mich Finnland reizen. Liebe Grüße
Wieder fühle ich mich angesprochen von deinen Erfahrungen im Umgang mit den Kindern. Das Lernen lässt mich auch noch im Ruhestand nicht los.
Interessante Träume!
Sonntagsgrüße!
Astrid
Danke dir.