Diese Woche war einiges los. Familie, Fahrrad, Natur und zwischendurch Gedanken, die mich noch ein bisschen weiter beschäftigt haben.
Und natürlich wurde auch gelesen.
Samstag, 19.09.26
Die Chefin hat mir das neue Programm der VHS überlassen. Bei einer Tasse Tee habe ich es mir am Nachmittag angeschaut und das ein oder andere, das mich interessiert, markiert. Ein Termin steht auch schon in meinem Kalender.
Am 27.01.27 wird es einen Vortrag über „Die Deportationen im Regierungsbezirk Aachen“ von Herrn Pesler geben. Ich habe in der Vergangenheit schon Vorträge von ihm besucht und dir im Beitrag „Stiefel auf der Treppe“ davon erzählt.
Ein ernstes Thema, das so gar nicht in diesen entspannten Nachmittag und in diesen Blogbeitrag passt – oder doch?
Geschichte und Erinnerungskultur gehören für mich zusammen. Daher schreibe ich an dieser Stelle sehr selten darüber. Aber ich möchte mich erinnern lassen.
Würde dich ein MEHR interessieren? Oder magst du lieber den locker-flockigen Ton, der hier herrscht?
Sonntag, 20.09.26
Ganz klassisch war der Sonntag ein Familientag. Zum Glück für Die Mitbewohnerin hat es ausgiebig geregnet, sodass der angekündigte „traditionelle“ Sonntagsspaziergang Makulatur war.
Der Sohn holte uns mit dem Auto ab, denn Die Bäckermeisterin hatte Geburtstag. In diesem Jahr zum ersten Mal als Mutter. Daher wurde der Tag so gefeiert, dass auch sie etwas von ihrem Geburtstag hatte.
Die Mitbewohnerin und ich fuhren also am Vormittag zu ihr und natürlich hat sich ein kleines Maimädchen ein wenig in den Vordergrund „gespielt“. Sie musste uns doch dringend zeigen, dass sie mit ihren vier Monaten schon „voran“ kommt.
Doch Bewegung macht bekanntlich müde und so nutzten wir die Schlafpause zum gemütlichen Plaudern.
Am Nachmittag war dann „Gammeln“ zu Hause angesagt. Der Fernseher lief, ich habe endlich die letzte Staffel von „The Mentalist“ geschafft und gelesen wurde auch. Immer noch dasselbe Buch wie in der letzten Woche.
Montag, 21.09.26
Auf der Suche nach einem neuen Profilfoto bin ich fündig geworden.
Das folgende Foto wurde es nicht, aber es zeigt das Gesicht, das hinter diesem Blog ist und von Freunden und Familie favorisiert wurde.
Dienstag, 22.09.26
Ein ganz normaler Dienstag, ohne besondere Vorkommnisse.
Ich habe mich nach der Arbeit auf mein Rad gesetzt und bin über einen Umweg nach Hause gefahren. Eine meiner Lieblingsstrecken. Ich komme dabei an dem Lieblingssitzplatz meines Vaters und mir vorbei und grüße ihn dort immer kurz.
Es ist eine Rundfahrt. Während auf der Hinfahrt noch vieles so ist, wie er es nach 25 Jahren wiedererkennen würde, sieht die Rückfahrt ganz anders aus.
Dort, wo zu seiner Zeit einfach tiefe Seen im Feld standen, standen im letzten Jahr Bäume und Sträucher im Wasser der Talsenke. Bisher ist dort alles trocken geblieben. Ich bin gespannt, ob sich das im Herbst oder Winter wieder ändert.
Ich habe leider kein Foto davon in meinem Archiv. Deshalb kann ich dir nur das heutige zeigen.
Wie du sehen kannst, ist dieses Stück auf beiden Seiten als Naturschutzgebiet ausgewiesen.
Das würde ihm gefallen.
Mittwoch, 23.09.26
Während ich im Chor darauf warte mit meiner Stimme wieder zum Einsatz zu kommen, lese ich bei antetanni im laubenglück vorbei. Ich fliege von Zeile zu Zeile und sehe die Farben in ihrem Garten vor meinem inneren Auge.
Donnerstag, 24.09.26
Während meiner heutigen Radtour ist mir etwas aufgefallen, über das ich tatsächlich ein bisschen schmunzeln musste.
Noch vor einem halben Jahr habe ich mich ziemlich oft darüber geärgert, dass es hier keinen „richtigen“ Wald gibt. Ich würde so gerne näher an einem Wald wohnen, habe ich gedacht.
Und dann bin ich gut eine Stunde mit dem Rad unterwegs gewesen, habe immer wieder angehalten und Fotos gemacht – und beim späteren Anschauen der Bilder gemerkt: Es gibt hier viel mehr Natur, als ich bisher gesehen habe. Zwischen Feldern und Wiesen finden sich Gehölze, Sträucher, Hecken und kleine grüne Flächen.
Vielleicht muss ich manchmal gar nicht woanders hin. Vielleicht muss ich einfach genauer hinschauen.
Freitag, 25.09.26
In seiner eigenen Blase zu leben, ist manchmal Bequemlichkeit und manchmal auch ein Schutzmechanismus. Ich kann nicht die ganze Welt retten und versuche, meinen Anteil im Kleinen zu tun. Doch hin und wieder ist ein Blick über den Tellerrand nötig – auch, um sich des eigenen Lebens bewusster zu werden.
Auf Instagram folge ich einer Diskussion über die gekürzten Krankheitstage für Eltern kranker Kinder. Alle sprechen über kleine Kinder unter zwölf Jahren oder kurz darüber hinaus. Doch sind wir doch mal ehrlich: Auch wenn sie 16 sind, brauchen sie manchmal jemanden, der da ist, wenn sie sich nicht gut fühlen.
Ja, vom Verstand her wissen sie, dass das nicht immer geht. Doch tief in meinem Herzen möchte ich, wenn ich krank bin, auch jemanden haben, der bei mir ist und mich ein bisschen bemuttert.
Um über den Tellerrand zu schauen, helfen mir auch diverse Newsletter. Heute erzähle ich dir von UNICEF und dem Thema „Vergessene Krisen“.
Spontan kommt mir der Sudan in den Sinn. Doch der Newsletter spricht von Haiti, dem Jemen und der Demokratischen Republik Kongo. Ich folge dem Link und das Erste, was ich sehe, ist ein Beitrag über die Hilfe nach einer Sturzflut.
Und weißt du was? Im ersten Moment weiß ich nicht einmal, welche Sturzflut gemeint ist. Nepal habe ich schon gar nicht mehr auf dem Schirm.
Und so schließe ich die Woche mit dem Gedanken, wie gut es uns geht.
Wie sage ich immer: Der Kühlschrank ist gefüllt, die Wohnung warm und trocken, das Wasser kommt sauber aus dem Wasserhahn.
Genießen wir diesen Moment.
Er kommt nicht wieder.


