Wochenrückblick 37-2026 Zwischen PISA, Balkon und kleinen Veränderungen

Dieses Wochenende komme ich so gar nicht ins Tun. Alles Mögliche steht auf meinem Zettel und dann ist auf einmal der Tag um. Irgendwie lief die ganze Woche so. Allerdings fühle ich mich nicht erschöpft, sondern inspiriert und gut gelaunt. Das ist doch schon mal was. Die Arbeit mit der Coachin trägt Früchte.

Wenn ich auf die Woche zurückblicke, empfinde ich die Nachrichten, die uns so erreichen als ziemlich einseitig. Ja, die Wahlen in Sachsen-Anhalt haben ein Ergebnis, das mir persönlich nicht gefällt. Ich habe da auch eine Meinung zu, dir nicht hier hingehört. Der nächste Aufreger war das Ergebnis der PISA Studie, doch ich arbeite mit Schülern, es hat mich nicht überrascht. Das dritte große Thema ist wohl der Nahost-Konflikt und der Ölpreis. Auch dieses Thema spielt in meinen Alltag, denn auch ich kaufe ein oder fahre mit dem ÖPNV oder werde von Freundinnen im Auto gefahren. Doch mir ist die Berichterstattung zu einseitig. Einiges fällt gefühlt unter den Tisch. Der BRICS-Gipfel in Indien war zum Beispiel in den Nachrichten gestern nur eine kurze Fußnote wert. Und wären alle über Trump sprechen, wird die Aufmerksamkeit abgelenkt vom Thema Taiwan/China/USA. Die USA sind nämlich längst nicht so gut militärisch aufgestellt, wie sie dem Rest der Welt weißmachen möchte. Und so kocht jeder sein Süppchen, ist der Topf überkocht. So haben wir es bereits im Märchen „Der süsse Brei“ erfahren.

Was in meinem kleinen Kosmos los war, erfährst du jetzt und was im Großen geht, geht auch im Kleinen, das ein oder andere werde ich aus persönlichen Gründen unter den Teppich kehren.

Samstag, 05.09.26

Der Samstag startete einmal anders. Nachdem ich die ganze Woche nach meiner neuen Orgaplanung durch den Tag gegangen war, schenkte ich mir an diesem Samstagmorgen einen Start in meinem eigenen Rhythmus – ohne Verpflichtungen, dafür gemeinsam mit Herrn Bretone. Daraus wurde eine einstündige kleine Wanderung.

Am Wegesrand lernte ich wieder eine neue Pflanze kennen.

Später, nach dem ich einige Besorgungen erledigt hatte, schrieb ich den Wochenrückblick und den Augustmonatsbrief.

Sonntag, 06.09.26

Am Samstag startete der Bio-Balkon-Kongress bei Birgit Schattling und ich bin auch in diesem Jahr wieder dabei. Der Schwerpunkt liegt diesmal auf Grün. Kühl. Essbar.Mit grünen Balkonen, Terrassen und Fensterbänken gegen die Hitze.

Ich bin gespannt, welche der vielen Informationen und Anregungen ich auf meinen eigenen Balkonen umsetzen kann. Denn genau das interessiert mich inzwischen immer mehr: nicht einfach möglichst viele Tipps sammeln, sondern schauen, was zu meinen Balkonen und zu meinem Alltag passt.

Mein kleiner Ost-Süd-Balkon zeigt sich im September jedenfalls noch ziemlich blühfreudig.

Und während ich mir die Vorträge anhöre, schaue ich natürlich auch immer wieder auf das, was bei mir bereits wächst. Manchmal ist die beste Anregung schließlich die, die direkt vor der eigenen Balkontür steht.

Montag, 07.09.26

Der Montag stand ganz im Zeichen des ersten Schultages mit allen Schülern. Nach den ersten Wochen mit Ferienbetreuung waren nun wieder alle Kinder da und gleichzeitig starteten die neu eingeführten Lernzeiten.

Auch mein eigener Arbeitseinsatz hat sich verändert. Ich bin gespannt, wie sich das in den nächsten Wochen einspielen wird und was sich dadurch für mich verändert.

Und dann war da natürlich noch das Ergebnis der Landtagswahl. Ein Ergebnis, das mir persönlich nicht gefällt und über das ich an dieser Stelle gar nicht weiter schreiben möchte.

Es war also einiges, was an diesem Montag erst einmal seinen Platz finden musste.

Dienstag, 08.09.26

Am Dienstag brachte mir die Post ein Leseexemplar: Mikroben Safari von Susanne Thiele.

Das Heft ist in Comicform gestaltet und genau deshalb bin ich gespannt, wie es bei Kindern ankommt. Ich möchte es nicht nur selbst lesen, sondern die kleinen Tester mit einbeziehen – sowohl in der OGS als auch privat. Mal sehen, was die Kinder dazu sagen.

Mittwoch, 09.09.26

Mittwoch ist Mettwoch bei der Aachenerin – und damit gehört das Mettbrötchen am Morgen inzwischen bei mir fast auch schon zum Wochenritual.

Daneben habe ich mich an diesem Tag mit drei Medien beschäftigt, die ich schon länger kenne und deren Themen mich immer wieder interessieren.

Ein Beitrag auf der Website von EMMA über „Eine Herde fürs Leben“ hat mich neugierig auf die aktuelle Ausgabe der Zeitschrift gemacht. Darin geht es um einen Ort, an dem Pferde eine besondere Rolle in der Arbeit mit sogenannten „Systemsprengern“ spielen. Solche Geschichten finde ich spannend, weil sie einen anderen Blick auf Kinder und Jugendliche ermöglichen.

Auch bei GREENPEACE bin ich über ein Thema gestolpert, das mich gerade beschäftigt: die Energiewende. Die Frage, wie Deutschland mit dem Ausstieg aus fossilen Energien umgeht, wird vermutlich noch für reichlich Diskussionen sorgen.

Und dann war da noch Krautreporter. Das Medium habe ich früher regelmäßig online gelesen. Diesmal blieb ich bei dem Artikel „Was wirklich hinter Chinas Tech-Optimismus steckt“ hängen.

Drei unterschiedliche Medien, drei ziemlich unterschiedliche Themen – und doch zeigen sie ganz gut, wonach ich gerade Ausschau halte: Geschichten und Informationen, die ein bisschen über die täglichen Schlagzeilen hinausgehen.

Donnerstag, 10.09.26

Am Donnerstag hat meine Coachin einen Schritt in die Öffentlichkeit gewagt. Ich habe darunter kommentiert und ihr geschrieben, wie dankbar ich bin, dass sie diesen Weg mit mir geht.

Beim Schreiben dieses Kommentars habe ich selbst noch einmal gemerkt, was sich bei mir gerade verändert. Daraus entstand schließlich ein eigener Beitrag auf LinkedIn. Und als ich mich damit noch einmal intensiver beschäftigt habe, stellte ich fest, dass auch meine „Über mich“-Seite auf dem Blog nicht mehr ganz zu dem passt, wo ich inzwischen stehe. Also habe ich sie verändert.

So hängt manchmal eins am anderen. Ein Schritt von ihr, ein paar persönliche Worte von mir – und plötzlich schaue ich selbst noch einmal genauer darauf, wo ich gerade stehe und wohin ich eigentlich möchte.

Freitag, 11.09.26

Am Freitag hatten wir Besuch Die Akrobatiktrainerin der Mitbewohnerin war da und bei Pizza und vielen verschiedenen Gesprächen kamen wir irgendwann auch auf die Musik für die nächste Tanzsession. Sie hatte einen Vorschlag und damit war die Mitbewohnerin sofort Feuer und Flamme. Kaum war die Musik im Raum, entstanden schon die ersten Ideen, welche Figuren dazu getanzt werden könnten. Und während die beiden noch über die Choreografie nachdachten, hatte ich natürlich schon wieder ein Kostüm vor Augen. So entstehen bei uns manchmal ganz nebenbei die nächsten Tanzgeschichten.

Der 11. September ist natürlich auch ein Datum, an dem man nicht einfach vorbeikommt. 9/11 jährt sich heute zum 25. Mal. Eigentlich wäre das auch ein Thema für den Freitagsfüller von Barbara gewesen. Der ist diese Woche allerdings ausgefallen. Stattdessen habe ich meinen Beitrag über die PISA-Studie veröffentlicht, über den ich weiter oben schon geschrieben habe.

Wer beim Freitagsfüller sonst gerne mitliest, kann also trotzdem einmal bei Barbara vorbeischauen – und wenn euch das Thema Bildung interessiert, findet ihr meinen Beitrag zur PISA-Studie hier ebenfalls noch einmal. PISA beginnt im Alltag – Wie Kinder die Welt verstehen

So war sie also, meine Woche. Wenn ich sie jetzt noch einmal Revue passieren lasse, war eigentlich ganz schön viel los, auch wenn nicht jeden Tag etwas Spektakuläres passiert ist.

Und nun ist Sonntagmittag und ich habe endgültig beschlossen: Heute wird das nichts mehr mit dem Abarbeiten meiner Liste. Ich mache es mir gemütlich, lese ein bisschen, schaue fern und lasse den Tag einfach vor sich hinlaufen. Nach dieser Woche darf das auch mal sein.

Manchmal ist ein ruhiger Sonntag eben genau das, was man gerade braucht.

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