Manches, das mir in dieser Woche passiert ist, kann ich gar nicht bestimmten Tagen zuordnen. Dazu gehört auch eine musikalische Entdeckung.
In meinem Instagramfeed tauchte plötzlich der Musiker A. Blomqvist auf. Seitdem begleitet mich seine Musik durch die Woche. Während ich diesen Rückblick schreibe, läuft sie im Hintergrund. Sie berührt mein Herz.
Seine Website findest du hier. Seine Musik gibt es außerdem auf YouTube und Spotify.
Samstag, 29.08.2026

Diese Beinwellpflanze wächst am Parkplatz des Seniorenwohnheims in meiner Nähe. Ich vermute, mit dem nächsten Rasenschnitt wird sie verschwinden. In meinem Bauerngarten durfte sie damals wachsen, wie sie wollte. In solchen Momenten fehlt mir der Garten sehr, doch er ist Vergangenheit.
Nina erzählt auf ihrem Blog wippsteerts über Eichhörnchen. So interessant und natürlich hat sie auch wieder einen selbstgemachten Stempel, den sie uns zeigt.
Während der täglichen Hunderunde begegnen uns häufig Eichhörnchen. Sie zu fotografieren ist immer eine Herausforderung.

Sonntag, 30.08.26
Mein letzter Urlaubssonntag. Ich habe ihn ganz in Ruhe verbracht. Ferngesehen. Mit dem Hund ausgiebig gekuschelt. Viele Gespräche mit Der Mitbewohnerin geführt. Ideen für meine Pläne gesammelt. Wieder begonnen die Plattform Trello zu benutzen. Die Entscheidung getroffen bei waldlernen.de eine Onlinekurs zum Thema „Birding“ zu belegen. Ich möchte nicht mehr nur zwischen Arbeit, Haushalt und anderen Verpflichtungen leben. Ich möchte auch wieder Neues lernen. Über die Natur um mich herum weiß ich so wenig. Dieser Kurs ist ein Anfang.
Montag, 31.08.26
Ein Tag voller schöner Momente. Nach dem Frühstück habe ich Die Bäckermeisterin und Das Maimädchen besucht. Kurz konnte ich auch meinen Sohn in den Arm nehmen, bevor er losmusste. Das alleine war schon ein schöner Moment. Das Maimädchen wird am Sonntag vier Monate alt und schenkte mir heute ein Lächeln, ein Gespräch – grins und gemeinsames Spielen. Noch mehr schöne Momente am Morgen.

Nachmittags ging es zwischen den Regenschauern mit dem Rad in den Nachbarort. Die Küsterin hatte auf einen Kaffee geladen. Einfach mal in Ruhe nicht zwischen Tür und Angel über Gott und die Welt sprechen.
Dienstag, 01.09.26
Der Arbeitsalltag hat mich wieder. Nach der Arbeit ging es eine Runde übers Feld nach Hause – etwas, das ich regelmäßiger in meine Woche integrieren möchte, um einen Break zwischen Arbeit und Zuhause zu schaffen. Der Wind blies mir den Stress aus dem Kopf und das Beobachten eines Falken, der im Rüttelflug über dem Feld stand, brachte mir die Ruhe, die ich brauchte, um den restlichen Nachmittag zu bewältigen.
Abends konnte ich das Buch von Kepler nicht aus der Hand legen. Es wurde spät, bis ich das Licht ausschaltete.

Mittwoch, 02.09.26
Der neue Stundenplan Der Mitbewohnerin strukturiert unseren Tag bzw. unsere Woche neu. Alle anderen Termine werden jetzt um ihn herumgeplant. Das Training, die Hunderunde, das Lernen, die Besuche bei der Nichte oder der Schwester. Nachmittags fand ich mich im Schreibwarengeschäft wieder. Ich brauchte Material für meine Lernmaterialien und der Teenager Kram für die Schule.
In der Schule mussten die Kinder erst einmal an die neue Situation der Dauerbaustelle herangeführt werden. Ich bin immer wieder erstaunt, was man Kindern zumute. Wären es Erwachsene die so arbeiten müssten, von 7.30 – 16.30 Uhr … ohne Worte. Wir geben unser Bestes können die Situation nicht ändern. Und die Verantwortlichen? Wurden selber überrascht und suchen jetzt eine Lösung.
Das Thema Schule – Kinder – Schulpflicht – Offener Ganztag ist häufiger in den Medien zu lesen. In unserer Tageszeitung stand ein Artikel darüber, dass es für die Besoldungsreform der Lehrer zwei Musterprozesse gibt. Mein erster Gedanke galt denen, die ab 11:30 Uhr den Ganztag übernehmen. Von uns stand nichts in dem Artikel.
Donnerstag, 03.09.26

Einschulungsfeier. Ökumenisch. Und irgendwie traurig.
Die Familien der Einschulungskinder saßen auf ihren Stühlen. Sie unterhielten sich oder schauten zu, wenn etwas von den Kindern oder dem Schulchor vorgetragen wurde. Mitgemacht wurde allerdings kaum.
Ich stand am Ausgang, beobachtete die Situation von hinten und bewunderte den Pfarrer und den Gemeindereferenten. Sie sangen, beteten und versuchten, die Menschen zum Mitmachen zu motivieren. Selbst mir war es irgendwann peinlich, quasi im Alleingang mitzusingen.
Dabei musste ich darüber nachdenken, wie sehr sich unsere Gesellschaft verändert hat. Vielleicht ist es heute einfach nicht mehr selbstverständlich, sich bei einer solchen Feier als Teil der Gemeinschaft zu verstehen und auch tatsächlich mitzumachen. Vielleicht sind wir mehr zu Zuschauern geworden.
Besonders deutlich wurde mir das, als die Kinder ihren Klassen zugeteilt wurden. Sofort gingen die Handys hoch, um diesen Moment zu filmen.
Ich fragte mich, wie das wohl für die Kinder aus den Klassen 2 bis 4 ausgesehen haben muss. Sie hatten sich so viel Mühe mit der Vorbereitung der Feier gemacht. Sie waren diejenigen, die gesungen, vorgetragen und die neuen Erstklässler willkommen geheißen haben.
Und während ich dort stand, formulierte sich in mir noch eine andere Frage: Was müssen wir als Veranstalter eigentlich verändern, damit bei einer solchen Feier wieder mehr Gemeinschaft entsteht? Wie schaffen wir es, dass die Menschen nicht nur zuschauen, sondern sich als Teil dieser Gemeinschaft fühlen?
Freitag, 04.09.26
Die erste Schulwoche ist geschafft. Mittags wird Die Mitbewohnerin von ihrem Vater abgeholt. Ihre Schwester in Bad Oeynhausen heiratet. Während sie unterwegs ist, raucht mir noch der Kopf von der Büroarbeit, gleichzeitig entwickelt er Ideen zur Gestaltung eines Raums. So läuft das immer bei mir. Nicht nur, wenn ich frühmorgens zu Hause kreativ bin.
Daher bin ich froh, als ich Feierabend habe und weiß: Jetzt ist Wochenende. Die ersten Tage waren nicht so anstrengend wie in den letzten Jahren, darin sind wir uns im Team einig. Auch wenn sie mir einiges an Konzentration abverlangt haben. Aber genau das ist der Teil meiner Arbeit, den ich liebe.
Zu Hause ging es erst einmal mit Herrn Bretone raus in die Natur. Dunkle Regenwolken zogen auf. Den Regen selber wollte ich vom Sofa aus beobachten. Wir hatten Glück. Während ich mit meinem geliebten Heißgetränk auf dem Sofa saß, klatschte der Regen an die Fenster.

Im Dunkeln am Mülleimer entdeckt: eine Weinbergschnecke
Das Wochenende läutete ich mit Telefonaten und Gesprächen mit Freunden ein, schaute mir die neue Folge „Reacher“ bei Amazon an und vertiefte mich wieder in mein Buch. Herr Bretone ist so froh, dass ich nicht wieder losmusste, dass ich mich entschied, meinen Samstag an ihm auszurichten. Das Treffen mit den Samstagsfrauen hatte ich für mich schon abgesagt und den Wochenendeinkauf lasse ich mir einfach nach Hause liefern.
Jetzt kann das Wochenende beginnen. Morgen geht es zum Bezirksschützenfest. Mal sehen, welche kleinen Momente dieser Sonntag für mich bereithält.
Ankündigung
Am 6. September gibt es Post von mir: Mein Monatsbrief August erscheint.
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