Der Wochenrückblick kommt heute ohne langen Vortext aus. In einer Stunde bin ich wieder auf dem Weg zu einem Gottesdienst der Erstkommunion. Insgesamt sind es drei Messen, die wir dieses Wochenende singen und ich freue mich sehr darauf.
Ich wünsche dir mit den folgenden Texten und Fotos gute Unterhalten und freue mich über deine Kommentare und Likes.
Komm gut ins Wochenende.
Samstag, 11.04.26
Ja, was ist das denn? Antetanni und mir ist heute aufgefallen, dass wir auf Instagram den Monatstrenner vergessen haben. Ich habe ihn mit diesem Bild schnell nachgeholt, denn der Herr Bretone und ich waren auf der „Jagd“ nach Fotos die den Frühling darstellen. Denn für den Beitrag „12 von 12 im April “ habe ich noch nichts Passendes in der Galerie. Wenn man jeden Tag dieselben Wege geht, wird es schwer etwas Neues zu finden.

Neben diesem Spaziergang durfte ich mit der Chorgemeinschaft zwei Kommunionmessen mitgestalten. Ich finde es jedes Jahr aufs Neue interessant, von oben aus dem Chorraum, die Familie der Kinder beobachten zu können. Die Kinder waren sehr aufgeregt, doch sie waren gut vorbereitet.

Sonntag, 12.04.26
Heute hatte ich Chor frei. Ich bin noch nicht so fit, dass ich mit dem Rad in den Nachbarort zum Singen radeln kann. Schade eigentlich, denn der Neffe vom Schwiegersohn hatte seinen großen Tag. In dieser Nachbargemeinde ist es üblich, dass die Vereine vor der Kirche Spalier stehen und die Feuerwehrleute die Kerzen anzünden. Die Fotos bekam ich natürlich trotzdem, mein Job ist es ja, den Insta-Account der Chorgemeinschaft zu füttern. Das geht bekanntlich auch von zu Hause aus.
Und dann habe ich mir die letzte Staffel von The Handmaid´s Tale angeschaut. Alle 6 Staffeln sind so brutal und schmerzvoll wie dieses Bild vermuten lässt. Frauen als Gefäße geöffnet werden, damit sie die Fruchtbarkeit eines kleinen religiösen Staates garantieren. Und mutige Widerstandskämpfer die alles riskieren. Keine leichte Kost, denn es geht immer um den Mißbrauch von Mädchen und Frauen, Gewalt, Einschränkung von Rechten von Männern und Frauen und um MACHT. Manch einer sieht es so, dass die Realität in Amerika die Fiktion der Romane von Margaret Atwood aus dem Jahr 1985 längst überholt hat.
Montag, 13.04.26
Der Montagsstarter ist online. So langsam komme ich wieder auf die Füße. Ich war sogar ein kleines bisschen traurig nicht zur Arbeit gehen zu können, als ich mit dem Hund an der Schule vorbeiging. Doch das legte sich sehr schnell. Stattdessen hatte ich zum ersten nach vier Wochen wieder Lymphdrainage und fühlte mich danach einfach nur leicht.
Den restlichen Tag habe ich damit verbracht, den Alltag zu leben. Im Netz bin ich auf dieses Bild gestoßen.

Am Abend habe ich mit der Serie „The Testaments – Die Zeuginnen“ begonnen. Als Weiterentwicklung von The Handmaid’s Tale ist The Testaments eine dramatische Coming-of-Age-Geschichte in Gilead. Die Serie begleitet die Teenagerinnen.
Dienstag, 14.04.26
Ein sehr bücherlastiger Tag. Nach vier Wochen war es mir endlich wieder möglich persönlich in der Bücherei vorbeizufahren. Überfällige Bücher mussten abgegeben werden, eine Vorbestellung wollte mit nach Hause. Dabei blieb es jedoch nicht. Welche Bücher sonst noch mit sind, kannst du hier lesen.
Der Cover Wednesday ging online und mit ihm die Idee, mit dieser Linkparty Bilderbücher einen Raum zu geben. Vor langer Zeit habe ich Kinderbücher/ Bilderbücher zu sammeln. Und Märchenbücher. Dann habe ich damit aufgehört. Ich denke, es ist ein guter Zeitpunkt wieder damit zu beginnen. Unsere Stadtbücherei ist sehr gut mit Bilderbüchern ausgestattet, dort habe ich auch schon Material für die nächsten beiden Mittwochbeiträge ausgeliehen.
Natürlich habe ich mir Gedanken gemacht, warum heute immer weniger Kinder lesen. Die Frage, die sich mir aufdrängte, ist, warum wir Erwachsenen immer weniger vorlesen und lieber ein technisches Gerät diese Aufgabe erledigen lassen ?
Jetzt habe ich so viel über Bücher gesprochen, da möchte ich dir die Buchempfehlung aus Streifis Bücherkiste nicht vorenthalten. Schau mal bei ihr vorbei. Mich hat sie neugierig auf das Buch gemacht.

Mittwoch, 15.05.26
Ganz früh am Morgen werde ich wach. Direkt überfallen mich sorgenvolle Gedanken. So wollte ich doch nicht mehr in den Tag starten. Gestern las ich den Satz “ Jeder Tag hat seine eigene Plage.“ Darum versuche ich mich auf den nächsten Schritt zu konzentrieren und nicht auf die vielen „Wenn und aber“ in meinem Kopf.
Es hilft. Einfach nur den nächsten Schritt zu sehen. Einfach mal nur den einen Tag. Denn wie sich herausstellte, wäre das Sorgen nicht nötig gewesen.
Beim Arzt war heute viel los. Als ich pünktlich ankam, war er mit seinen Terminen 1,5 Stunden im Verzug. Wie gut, dass ich mein Buch dabei hatte. Draußen zu warten, die Sonne zu genießen und zu lesen ist einfach schön. Am Wochenende werde ich damit durch sein und dann kommen auf Wunsch Die Templer dran.

Bevor es am Abend zur Chorprobe ging, hatte ich einen wichtigen Termin für meine Seele. In den letzten Wochen, mit Zeit zum Nachdenken und Nachfühlen, ist mir klar geworden, ich bin doch tatsächlich wieder vom Weg abgekommen. So viele Nebenschauplätze auf denen ich mich herumtreibe, nur um nicht an meinem Weg dranzubleiben. Was liegt da näher, als zu Melanie zu gehen und auf dem Hof der Entspannung einer Reise zum Wurzelchakra zu machen. Ich bin wieder auf meinem Kurs und ich fühle meine innere Stärke zurückkehren.
Donnerstag, 16.05.26
Herr Bretone durfte heute mit uns in die Stadt. Die Mitbewohnerin hatte einen Banktermin und ich entschied kurzerhand, der Hund darf mit. Er ist ruhiger geworden und das wird nicht unser letzter gemeinsamer Stadtausflug gewesen sein.

Als ich am Morgen aus der Physiopraxis trat, bot sich mir dieses Bild. Diese Farben. Die Eremitin, die den ganzen Tag nicht aus der Behandlungskabinen herauskommt, bekam als erste ein Foto geschickt. Das Fenster nach draußen. Und dann stand ich die Welt für einen Moment still. Kein Auto, kein Bus, keine Menschen, keine Vogelstimmen. Ein kurzer Moment der absoluten Ruhe.

Freitag, 17.05.26
Noah Kahan ist auf meiner Spotify Playlist eingezogen. Ich höre seine Musik gerade rauf und runter. Und am Wochenende werde ich mir seine Biografie anschauen. Bei Netflix. Denn durch die Werbung für diese Doku bin ich erst zu seiner Musik gekommen. Immer wenn ich einfach nur eine Gitarre höre, frage ich mich, warum ich nicht mehr spiele. Aber der Moment geht schnell vorbei.
Beim Frühstück spielen wir uns schon mal Musik vor. Natürlich kennt sie Noah Kahan und das ist das Lieblingslied der Mitbewohnerin.
Der Freitagsfüller ist heute auch wieder online gegangen, nicht ohne nachdenkliche Momente. Am Abend habe ich dann mit der Rangerin gesprochen. Es ging um unsere beruflichen Positionen und wie wir etwas in unserem Leben verändern wollen und können. Wir haben davon gesprochen, wie viel Energie der normale Alltag uns nimmt, so dass wir nach Feierabend und Versorgung von Kindern und Haushalt einfach keine Energie mehr haben. Dabei wäre die Natur genau der Ort, der uns beiden die Energie zurückgäbe – so ihr Fazit. Wir wollen jetzt gemeinsam aufstehen von unseren Sofas. Ich freue mich.