Mein erster Gedanke heute Morgen: Ich bin bereit fürs Wochenende.
Was für eine Woche hinter mir liegt. Beruflich war sie psychisch fordernd – und das hat auch meinen Körper deutlich spüren lassen. Ich musste achtsam mit mir umgehen, um nicht in alte Muster zurückzufallen. Gerade jetzt, in der Fastenzeit, zeigt sich, worum es mir wirklich geht: bewusster Verzicht. Doch genau dieser wird in herausfordernden Phasen zur echten Aufgabe. Es braucht Aufmerksamkeit, Disziplin – und auch Nachsicht mit mir selbst. Nicht jeden Tag ist es mir gelungen, aber ich habe es jeden Morgen neu versucht.
Gestern Abend habe ich mir Zeit für die Nachrichten genommen. Der Blick in die Welt wirkt schwer: Krieg bestimmt das Geschehen um uns herum. Politische Bündnisse formieren sich, Positionen verhärten sich, und plötzlich werden Länder zu Experten in Dingen, die man sich früher kaum vorstellen wollte. Es geht um Macht, um Ressourcen wie Öl und Gas – und um Einfluss.
Ein Gedanke ließ mich dabei nicht los: Warum war ein so großer Teil unseres Landes so kritisch gegenüber erneuerbaren Energien? War es wirklich nur der Preis? Die vermeintliche Bequemlichkeit fossiler Ressourcen? Jetzt, inmitten dieser Entwicklungen, wird unsere Abhängigkeit von anderen umso sichtbarer.
Auch im Kleinen spiegelt sich das wider. Unter Kollegen drehte sich gestern vieles um Strom- und Heizkosten, ums Sparen. Und ganz nah bei mir: Meine Mitbewohnerin bereitet einen Vortrag über erneuerbare Energien und Photovoltaik vor – mit voller Unterstützung ihrer Schwester, die nicht nur selbst eine Anlage auf dem Dach hat, sondern auch beruflich in diesem Bereich tätig ist.
Gedanken, die nachhallen. Themen, die bleiben.
Doch für den Moment lasse ich das alles ein wenig zur Seite rücken. Es ist Freitag. Zeit, durchzuatmen – und beim Freitagsfüller anzukommen.

1. Meine Osterdeko ist wie immer sehr überschaubar. Es geht mir eher um das innere Feiern. Heute ist der 20. März – die Frühlingstagundnachtgleiche. Ein besonderer Moment im Jahreslauf: Tag und Nacht stehen im Gleichgewicht, doch ab jetzt gewinnt das Licht zunehmend die Oberhand. In früheren Zeiten wurde dieser Wendepunkt in unseren Breitengraden als Fest der Fruchtbarkeit und des Neubeginns gefeiert. Im keltischen Jahreskreis kennt man ihn als Ostara – ein Fest, das für Aufbruch, Aussaat und das leise, aber kraftvolle Zurückkehren des Lebens nach dem Winter steht. Diese Symbolik findet sich auch im christlichen Osterfest wieder. Die Auferstehung steht für neues Leben, für Hoffnung und Wandel. So wurde im Zuge der Christianisierung das Osterfest bewusst in die Zeit der Frühlingstagundnachtgleiche gelegt – als Brücke zwischen alten Traditionen und neuem Glauben.

2. Nächste Woche beginnt mein Urlaub und ich möchte auf keinen Fall meinen Kalender mit Terminen fluten. Außer mit solchen, die mir guttun.
3. Wo ist die Zeit hin? Der März ist schon in seinem letzten Drittel. Ich habe immer noch gefühlt Januar/Februar.
4. Urlaubsreisen reizt reizen mich nicht. Natürlich habe auch ich den ein oder anderen Traum. Aber nicht jeder Traum muss auch gelebt werden.
5. Wir können mit unserem Konsum und unserem Umgang mit Ressourcen nicht einfach weitermachen wie bisher. Dieser Gedanke begegnet mir immer wieder im Alltag.
Oft höre ich: „Die da oben müssten mal…“. Doch ich glaube weiterhin, dass Veränderung zuerst vor der eigenen Haustür beginnt. Es bringt wenig, auf andere zu zeigen und selbst stehenzubleiben.
Manchmal wirkt es, als würden wir darauf warten, dass jemand anderes alles regelt. Aber so funktioniert es nicht. Veränderung beginnt im Kleinen – bei jedem Einzelnen.
Konsum ist nicht grundsätzlich falsch. Doch das Maß geht uns oft verloren. Ich nehme mich da bewusst nicht aus.
6. Ich empfinde unsere aktuelle Energiepolitik als nicht zukunftsweisend und wünschte mir, sie ginge etwas mehr in die andere Richtung. Ja, ich weiß, auch das hat uns viel Geld gekostet, doch langfristig weniger Abhängigkeit von ausländischen Machthabern.
7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf meine neue Buchlektüre. Morgen habe ich geplant selber einkaufen zu gehen und nicht den Lieferservice zu bemühen. Außerdem ist Spielefest in der Pfarre. Ich darf nur kein Geld mitnehmen, es gibt einen Spieleflohmarkt. Und Sonntag möchte ich einfach mal schauen, worauf ich Lust habe. Wenn das Wetter mitspielt, wird es auf jeden Fall eine Radtour sein!
Wo die Zeit hin ist, das frage ich mich auch oft. Sie vergeht oft viel zu schnell. Für die nächste Woche wünsche ich eine schöne Auszeit.