Ein Morgen, der sich anders anfühlt
Ein Morgen wie jeder andere – und doch fühlt er sich anders an.
Ich sitze hier mit meiner ersten Tasse Kaffee und merke: Ich bin müde. Nicht die Sorte Müdigkeit, die man mit ein paar Stunden mehr Schlaf vertreiben könnte. Es ist eher diese diffuse, schwer zu greifende Müdigkeit, die entsteht, wenn man das Gefühl hat, ständig irgendwo zu kämpfen – ohne genau sagen zu können, gegen wen oder was eigentlich.
Vielleicht liegt es aber auch einfach an dieser Woche. An den vielen Gesprächen, den Gedanken, den Themen, die sich wie Puzzleteile vor mir ausgebreitet haben. Nichts davon war belangloses Geplänkel – eher Gespräche mit Wumms, solche, die nachhallen. Und irgendwo zwischen all diesen Informationen merke ich, dass ich gar nicht mehr richtig sortieren kann, was davon wirklich Bedeutung für meinen Alltag hat und was einfach nur laut war.
Stecker ziehen fürs Wochenende
Darum habe ich heute Morgen eine kleine, aber sehr klare Entscheidung getroffen: Ich ziehe den Stecker.
Nach Dienstschluss wird mein mobiles Endgerät ausgeschaltet. Keine Nachrichten, keine neuen Inputs, kein digitales Dauerrauschen. Einfach ein Wochenende Pause von allem, was ständig Aufmerksamkeit verlangt.
Allein der Gedanke daran fühlt sich gerade ein bisschen wie ein Kurzurlaub an.
Für den Blog bedeutet das übrigens keine Funkstille: Der Wochenrückblick ist vorbereitet und veröffentlicht sich ganz brav von allein – und den Freitagsfüller liest du ja gerade.
Ein Blick zu Barbaras Freitagsfüller
Bevor ich mich an meinen eigenen Freitagsfüller setze, nehme ich mir meist einen Moment Zeit für Barbaras Original. Nicht einfach nur, um die Satzfragmente zu kopieren – sondern um kurz hineinzulesen, was sie gerade beschäftigt.
Wenn du hier schon länger mitliest, weißt du wahrscheinlich, dass ihr Blick dabei oft über den Atlantik Richtung Amerika wandert. Und ebenso wenig macht sie einen Hehl daraus, wie sie unsere aktuelle Bundespolitik wahrnimmt. Auch heute wird das wieder ziemlich deutlich.
Der gestrige Probealarm hier in NRW hat bei ihr ein merkwürdiges Gefühl hinterlassen. So eines, das sich irgendwo zwischen Nachdenklichkeit und Unbehagen einordnet – und das ihre ohnehin vorhandenen Sorgen über die politische Lage noch ein Stück verstärkt.
Wenn dich interessiert, welche Gedanken sie sich dazu macht, dann schau doch einfach mal bei ihr vorbei.
Jetzt kommen wir zu meinem Freitagsfüller

1. Heute ist der zweite Freitag der 13. in diesem Jahr.
In der Antike galt der Freitag noch als Glückstag – er war der Liebesgöttin Aphrodite gewidmet. Erst mit dem Christentum bekam der Tag langsam einen düsteren Beigeschmack. Richtig populär wurde der Aberglaube rund um den Freitag, den 13. allerdings erst 1869, als ein US-Journalist Börsenturbulenzen mit genau diesem Datum in Verbindung brachte. Wie so vieles – man denke nur an Halloween – schwappte auch dieser Glaube irgendwann zu uns herüber.
Dabei zeigt die Wissenschaft ganz nüchtern: An einem Freitag mit dieser Zahl passieren nicht mehr Unfälle oder Katastrophen als sonst.
Wenn ich allerdings die Mitbewohnerin frage, warum der Tag für sie etwas Besonderes ist, kommt die denkbar einfachste Antwort: „Weil du mir davon erzählt hast.“
Und während manche noch immer skeptisch auf das Datum schauen, feiern viele moderne Hexen, Wicca-Anhängerinnen und Freunde des Göttlich-Weiblichen den Freitag, den 13., ganz bewusst als Glückstag – sogar als eine Art internationalen Hexentag. Ein kleiner, magischer Gegenentwurf zum alten Aberglauben.
Was bedeutet er dir?
2. Der Aberglaube treibt manches Mal seltsame Blüten. Meine Mutter warnte die ganze Familie immer davor, in der Silvesternacht keine Wäsche aufzuhängen. Es hängt uns allen so im Gedächtnis, dass es in der Familiengruppe mindestens eine(r) am Silvestermorgen erwähnt.
3. Schade, dass man das Leben aushalten und leben muss. Es gibt Situationen das wünschte ich mir ich könnte in ein Funkgerät sprechen: „Beam me up, Scotty“ Dann würde ich mit der ENTERPRISE einfach zu neuen Welten aufbrechen.
4. Käse mit Obst ist meine erste Wahl, wenn ich einen schnellen Snack möchte.
5. Attraktive Angebote oder attraktives Aussehen liegt immer im Auge des Betrachters. .
6. Über mich selber kann ich immer wieder lachen. Es reduziert meinen Stress und lockert festgefahrene Situationen häufig auf. Jemand hat einmal gesagt, dass es eine besondere Gabe ist. Das kann ich nicht beurteilen, mein Humor gehört zu mir wie ein weiteres Sinnesorgan.
7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf meinen Bücherstapel, morgen habe ich geplant, mir Ruhe anzutun und Sonntag möchte ich im Chor mitsingen !
Mit 683 Wörtern ist dies ein langer Freitagsfüller. Vielen Dank, dass du ihn gelesen hast und vielen Dank für deinen Besuch.
Mir geht es ziemlich ähnlich. Und vielleicht sollte ich auch mal wieder offline-Sonntage einführen. Du triffst es ziemlich auf den Punkt, manches ist wirklich relevant, manches einfach nur laut. Auf jeden Fall wünsche ich dir ein erholsames Wochenende!
Danke Angela