Für viele Kinder ist heute der letzte Schultag vor den Sommerferien. Endlich beginnen sechs Wochen schulfreie Zeit. Für manche heißt das jedoch nicht automatisch Ausschlafen und Freizeit. Sie müssen bereits ab Montag in die Ferienspiele, denn welche Familie kann schon sechs Wochen Urlaub nehmen, um die Kinder selbst zu betreuen?
Die meisten Kinder gehen gerne zu den Ferienspielen. Sie treffen Freunde, erleben Ausflüge und haben ein abwechslungsreiches Programm. Es gibt aber auch Kinder, die lieber zu Hause wären. Doch was sollen berufstätige Eltern machen? Kaum jemand verfügt über sechs Wochen Urlaub. Für Alleinerziehende ist selbst die Organisation von drei Wochen oft eine große Herausforderung.
Ich selbst, Jahrgang 1967, fuhr eine Zeit lang zur Stadtranderholung. So nannte sich damals das Ferienangebot der Arbeiterwohlfahrt. Die meisten Sommerferien meiner Schulzeit verbrachte ich jedoch zu Hause – so, wie viele Kinder in den siebziger Jahren.
Unser Leben spielte sich draußen ab: auf den Straßen der Siedlung, in den Gärten oder auf den Spielplätzen. Ein Ferientag reihte sich an den nächsten, bis es irgendwann wieder hieß: Morgen beginnt die Schule.
Unsere türkischen Nachbarn fuhren in den Sommerferien mit ihren oft bis unters Dach beladenen Autos „nach Hause“ – so sagte man damals tatsächlich. Viel erzählten ihre Kinder anschließend nicht von ihren Ferien. Andere Klassenkameraden verbrachten die freie Zeit mit ihren Eltern am Baggersee, machten Radtouren oder fuhren – damals noch etwas Besonderes – mit dem Auto nach Italien.
Heute verbringen Kinder ihre Sommerferien so unterschiedlich wie nie zuvor. Manche fliegen ans Meer oder in ferne Länder, andere bleiben in Deutschland, wieder andere verbringen die gesamte Ferienzeit zu Hause. Wer nichts Besonderes erlebt hat, fühlt sich nach den Ferien manchmal sogar ausgeschlossen, wenn in der Klasse von Reisen und Abenteuern erzählt wird. Da wird dann schon mal eine Geschichte ein wenig ausgeschmückt.
Meine Sommerferien beginnen erst im August. Zunächst habe ich zwei Wochen Dienst bei den Ferienspielen – vor zehn Jahren waren es sogar noch drei. Diese Zeit hat mich immer sehr gefordert. Wenn die Ferienspiele vorbei sind, ist mir meist nicht mehr nach großen Unternehmungen.
Ab kommendem Montag ist die Mitbewohnerin für drei Wochen bei ihrem Vater und der anderen Hälfte ihrer Familie. Für mich bedeutet das eine Woche ganz für mich allein. Das ist Urlaub der besonderen Art. Wer sonst 24 Stunden am Tag, sieben Tage die Woche alleinerziehend ist, weiß eine solche Woche zu schätzen. Für mich ist sie ein kleines, aber wunderbares Geschenk.
Für dich habe ich jetzt den Freitagsfüller als kleines Geschenk. Denn Barbara schreibt wieder.

1. Gestern war es hier um die 28 Grad. Ich war froh, als alles erledigt war und ich einfach nur zu Hause sein konnte.
2. Zur Abkühlung bleibt mir der Ventilator und lauwarme Getränke .
3. Wenn es so warm ist, kann ich einfach nicht denken. Lesen, Schreiben oder Fotografieren unmöglich. Ich verschlafe meine freie Zeit.
4. Mein Schlafplatz ist mein Bett, dass ich allein nutzen darf. Denn selbst dem Hund ist es zu warm zum Kuscheln. Die Abkühlung der Nacht erreicht mich seltener, denn trotz Durchzug kommt nicht viel Kühle in die Wohnung.
5. Der beste Durstlöscher für mich ist Wasser. Aber manchmal muss es auch mal eine Cola sein, aber nur außer Haus. Ich war so süchtig nach dem Zeug und habe es mir endlich abgewöhnt. Das kommt mir nicht mehr in den Vorrat
6. Aktuell sind Tomaten mit Mozarella mein Lieblingssnack und Melonen .
7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf Lesezeit , morgen habe ich geplant, mit den Samstagsfrauen einen Kaffee zu trinken. Und Sonntag möchte ich den Tag mit meiner Tochter verbringen!