Wochenrückblick 27/26: Coaching, Familie und stille Alltagsmomente – eine Woche voller kleiner Begegnungen und neuer Perspektiven.

In der vergangenen Woche habe ich einfach nichts „aufs Papier gebracht“. Die Tage flogen an mir vorüber. Die Arbeit erschöpfte mich so sehr, dass ich am Abend zu nichts mehr in der Lage war. Meine Zahnarzt-Odyssee ist noch nicht zu Ende und kostet mich nicht nur Zeit, sondern auch Nervenkraft – und hoffentlich nicht den Verlust von Zahnsubstanz. Ich bin sehr gespannt auf die Zweitmeinung in der kommenden Woche.

Und damit wäre ich wieder einmal mittendrin im Thema „Gesundheits“reform. Im Personalraum gab es tägliche, ausgiebige Diskussionen über den gelben Schein. Und wie bei den Römern, bei denen Brot und Spiele wunderbar funktionierten, läuft es auch heute: Alle sprechen vom gelben Schein. Obwohl 80 % der Bevölkerung gegen die Rentenreform, die Erhöhung des Rentenalters und die damit einhergehenden Einschränkungen sind, spricht kaum noch jemand darüber. Und wenn, dann nicht mehr besonders laut.

Mein Algorithmus macht genau das, was er soll. Bei Instagram werde ich mit Berichten und Beiträgen über falsch gemähte Wiesen, Initiativen zur Erhaltung und Gestaltung von Innenstädten und vielem mehr überschüttet. Fast bekomme ich den Eindruck, das seien gerade die Themen, die alle Menschen beschäftigen. Bis ich aus meiner sozialen Medienblase heraustrete und feststelle, dass die meisten Menschen ganz andere Sorgen und Prioritäten haben.

Das ist ein gutes Beispiel dafür, was soziale Medien mit uns machen. Sie bestimmen mit, welche Themen sichtbar werden und worüber gesprochen wird. Interessierst du dich für etwas anderes, musst du schon ziemlich intensiv danach suchen.

Aber genug der Gedanken über Algorithmen, Aufmerksamkeit und die großen Themen. Am Ende besteht eine Woche doch aus vielen kleinen Momenten. Zeit also, den Kalender aufzuschlagen und gemeinsam auf die vergangenen sieben Tage zurückzublicken.

Sonntag, 28.06.26

Rückblickend ist es fast unfassbar, dass mit dem Sonntag die ersten extrem heißen Tage des Sommers 26 endeten. Lüften, Wärme herauslassen und einfach wieder durchatmen,sollte das Motto der Woche werden. Auch hier funktionierte mein Algorithmus wunderbar und ich habe einige Fotos gepostet.

Während es mir in den Tagen zuvor zu warm zum Lesen war, konnte ich heute wieder ein Buch in die Hand nehmen.

Ich zitiere den Fischer Verlag:

Die Geschichten über Wälder und Bäume haben Nele schon immer fasziniert. Ihre Großmutter Vio hat sie erzählt, als Nele noch ein Kind war. Jetzt ist Nele erwachsen, und Vio bittet ihre Enkelin, eine kleine Kiefer nach Rügen zu bringen, damit sie dort weiter wachsen kann. Bei ihrer Ankunft lüftet Nele ein Geheimnis, das weit in ihre Familiengeschichte reicht. Sie folgt den Spuren zum Darßer Urwald und trifft dort auf Hella, eine ehemalige Försterin, und auf Timon, der ihr Gefühlsleben gehörig durcheinander bringt. Der Wald lässt Nele nicht mehr los. Und schon bald muss sie sich fragen, wo ihr Platz im Leben eigentlich ist, und ob sie auf der Suche nach der Vergangenheit vielleicht auch zu sich selbst finden kann.

»Das Licht in den Bäumen« ist der erste Band der Sehnsuchtswald-Reihe von Patricia Koelle.

Montag,29.06.26

ch hatte Sehnsucht nach dem Maimädchen. Also machte ich mich nach der Arbeit kurzerhand auf den Weg, um meine Enkelin und ihre Mutter zu besuchen. Kaum zu glauben, dass sie schon zwei Monate alt ist.

a close up shot of a baby in gray sweater
Photo by Alexandra Victoria on Pexels.com

Die Gespräche mit meiner Schwiegertochter schenken mir noch einmal einen ganz anderen Blick auf das Muttersein. Als Frau Ende fünfzig und Mutter von vier Kindern könnte man meinen, man wüsste inzwischen, wie der Hase läuft. Doch Mutter zu sein im Jahr 2026 ist etwas völlig anderes als Anfang der 1990er oder auch noch 2009.

Eigentlich halte ich mich für einen offenen Menschen. Gleichzeitig merke ich, wie sehr mein Blick von Gesprächen mit Menschen meiner eigenen Generation geprägt ist. In meinem Berufsalltag begegne ich den Kindern, deren Eltern meine Kinder sein könnten. Auch dadurch habe ich schon viel gelernt. Jetzt aber so nah an den Gedanken, Sorgen und Freuden einer jungen Mutter teilhaben zu dürfen, empfinde ich als echtes Geschenk. Ich bin der Bäckermeisterin sehr dankbar für ihre Offenheit.

Und das Maimädchen? Das schenkte mir das schönste Lächeln der Woche. Manchmal braucht es gar nicht mehr .

Dienstag, 30.06.26

Wieder einmal beim Zahnarzt. Viel will ich dazu gar nicht sagen. Außer das es einfach nur wehtat und mich den ganzen Tag begleitete. Gedrückte Stimmung im Büro, denn auch die Chefin hatte einen schlechten Morgen. So brauchten wir uns gegenseitig auf andere Gedanken.

Wieder zu Hause wollte ich mich einfach nur vor der Welt verkriechen, doch das war nicht möglich. Schreiben, Lesen, Haushalt ging auch nicht. Also versteckte ich mich in der Onlinewelt von Palia, bis das es Zeit war ins Bett zu gehen.

Mittwoch, 01.07.26

Neuer Morgen. Neuer Monat. Neue Hoffnung. So lässt sich dieser Mittwoch wohl am besten beschreiben.

Schon kurz nach sieben bekam ich einen früheren Termin bei dem neuen Zahnarzt, der mir sowohl von einer Fachfrau als auch von Der Aachenerin empfohlen worden war. Allein diese Nachricht hob meine Stimmung gewaltig.

Während meiner Morgenrunde fand ich dann auch noch das Motiv für den Juli-Monatstrenner auf Instagram.

Über den Baum, der dort so selbstverständlich in der Bildmitte steht, werde ich dir noch Erstaunliches erzählen. Ich gehe jeden Tag an ihm vorbei und habe ihn doch nie wirklich wahrgenommen. Erst heute habe ich erfahren, was für ein besonderer und wertvoller Baum dort wächst.

Ich konnte es außerdem wieder einmal nicht lassen und habe mich bei NetGalleyDE angemeldet. Ich lerne es wohl nie. Eigentlich weiß ich ganz genau, dass mir die Zeit fehlt, noch mehr Bücher zu lesen – und in diesem Fall auch noch zu rezensieren. Aber beim Thema Bücher ist mir Minimalismus völlig fremd.

Irgendwo träume ich ja von einem Schloss. Wenn schon träumen, dann richtig. Ein Schloss mit einer riesigen Bibliothek, in der alle Bücher ihren Platz finden. Bis dahin müssen mein E-Book-Reader und die Bücherstapel, die sich in der ganzen Wohnung verteilt haben, genügen.

Das erste Buch, dass ich im Zuge der Challenge lese ist „Über der Brandung“. Das Cover gefällt mir nicht. Dafür die Geschichte, die dahinter steckt. Am 29.07.26 erscheint es beim Fischer Verlag. Der Start in die Geschichte macht auf jeden Fall Lust auf mehr.

Donnerstag, 02.07.26

Über den gestrigen Tag hätte ich noch viel mehr schreiben können. Er war so gut gefüllt, dass ich gar nicht wusste, wo ich anfangen sollte. Am Abend stand noch die Chorprobe auf dem Programm. Irgendwie war es außerdem der Abend der fliegenden Notenblätter. Ständig ließ irgendjemand etwas fallen. Manchmal gibt es einfach solche Abende.

Doch auch dieser Donnerstag war reich an schönen Momenten. Über die anderen möchte ich heute einfach schweigen.

Von Der Coachin hatte ich euch bereits erzählt. Heute fand unser Termin statt. Eine Stunde intensives Gespräch. Für sie eine Übungsstunde, für mich eine Stunde der Orientierung. Und wie das bei gutem Coaching so ist, ging ich nicht nur mit neuen Gedanken, sondern auch mit einer Hausaufgabe nach Hause.

Wenn du meinen Blog schon länger begleitet, erinnerst du dich vielleicht an das Buch Toxin und mein Interview mit den beiden Autorinnen auf YouTube. Eine der beiden, Susanne Thiele, arbeitet mit dem Zaradiso Verlag derzeit an einem Kinderbuch über Mikrobiologie. Allein die Idee finde ich großartig und ich bin sehr gespannt auf das Ergebnis.

Kinderbücher liegen mir sehr am Herzen. Im letzten Wochenrückblick habe ich schon darüber geschrieben. Kinder kommen nicht von allein zu Büchern. Wir Erwachsenen müssen ihnen die Geschichten zeigen, mit ihnen lesen und ihre Neugier wecken. Doch manchmal frage ich mich: Wer bringt eigentlich uns Erwachsene wieder dazu, häufiger ein Buch in die Hand zu nehmen?

Freitag, 03.07.26

Anscheinend macht der Freitagsfüller bei Barbara immer noch hitzefrei. Ein Ersatz ist mir nicht eingefallen, deshalb gab es gestern keinen Beitrag.

Doch ich habe Die Würfelkönigin besucht und ein schönes Foto für dich gemacht.

Ansonsten bestand der Freitag aus einem herrlich kühlen Morgenspaziergang, einem frühen Kaffee mit der Freundin, einer größeren Umräumaktion in der OGS, die mir am Ende Rückenschmerzen bescherte, und schließlich dem wohlverdienten Start ins Wochenende auf dem Sofa.

So ging eine Woche zu Ende, die mich manches Mal ganz schön gefordert hat. Gleichzeitig war sie voller kleiner Lichtblicke, guter Gespräche und neuer Gedanken. Manchmal sind es genau diese Wochen, die einem erst im Rückblick zeigen, wie viel eigentlich passiert ist.

Und wie war deine Woche? Gab es einen besonderen Moment, der dir in Erinnerung geblieben ist? Ich freue mich wie immer darauf, davon in den Kommentaren zu lesen.

„Es sind nicht die großen Ereignisse, die unser Leben prägen, sondern die kleinen Augenblicke, in denen wir spüren, dass wir auf dem richtigen Weg sind.“
– Unbekannt

2 Gedanken zu „Wochenrückblick 27/26: Coaching, Familie und stille Alltagsmomente – eine Woche voller kleiner Begegnungen und neuer Perspektiven.

  1. Liebe Britta, Du fragst, wer uns Erwachsene wieder zum Lesen bringt…. Bei mir waren es zwei Podcasts über Bücher, bei eat. READ.sleep werden aktuelle und Lieblingsbücher, aber auch Klassiker vorgestellt und das mit ganz viel Herzblut und Humor. Auch Kinderbücher. Mich macht das ganz oft neugierig und die städtische Bib ist gut sortiert und ein Leserausweis erschwinglich. Kinder lesen, wenn die Eltern lesen oder die Erwachsenen, die sie begleiten. So wie Du, es ist großartig wie Du immer wieder die Kids in Deiner OGS an Bücher heranführst. Und so wichtig!!! Der andere Podcast, Zwei Seiten, hat ein anderes Konzept, ist aber genauso motivierend und hörenswert.
    Hab einen erholsamen Sonntag und liebe Grüße an Dich von Katrin

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