Wochenrückblick 24/26 Die kleinen Dinge im Leben

Die WM hat begonnen. Auch wenn ich selbst keine Spiele verfolge, komme ich an den Ergebnissen kaum vorbei. Schon allein deshalb nicht, weil die Ergebnisliste in der Schule aktuell gehalten werden soll.

Ansonsten war die vergangene Woche alles andere als ereignislos. Dennoch fällt es mir schwer, ein einzelnes Ereignis hervorzuheben. Vielmehr waren es die vielen Gespräche und die Vielzahl an Informationen, die meinen Alltag geprägt haben. So viele Eindrücke, dass ich bewusst darauf verzichtet habe, abends noch den Fernseher einzuschalten oder Podcasts zu hören. Irgendwann ist einfach der Punkt erreicht, an dem der Kopf keine weiteren Informationen mehr aufnehmen möchte.

Zusätzlich sorgten die Renovierungsarbeiten dafür, dass zwei Tage lang kein Raum der Wohnung in seiner gewohnten Ordnung war. Eine Kleinigkeit mag man meinen – für mich bedeutete das jedoch erheblichen Stress. Mir wurde dabei einmal mehr bewusst, wie wichtig mir eine vertraute Struktur und Ordnung im Alltag sind.

Samstag, 06.06.26 Bewahren und Verändern

Das Maimädchen und ich hatten heute einen schönen Moment. Endlich gibt es auch ein Foto von Oma und Kind für das Fotoalbum. Und weil wir einmal dabei waren, direkt eins von Mutter und Kind. Irgendwann soll Das Maimädchen dieses Fotoalbum dann geschenkt bekommen. Ich finde ein Fotoalbum, das man wie ein Buch in Händen hält, heute noch wichtig. Man hat unzählige Bilder auf den diversen Speicherkarten und – platten. Aber wann schaut man sich diese wirklich an? Ein Buch nimmt man in die Hand. Es muss nicht spektakulär sein, einfach Fotos.

person sitting on a carpet holding books
Photo by Jonathan Borba on Pexels.com

Am Nachmittag haben Die Mitbewohnerin und ich Renovierungspläne geschmiedet. Nachdem ihr Zimmer gestrichen und neu eingerichtet ist, haben wir Lust auf mehr. In den Sommerferien ist das Wohnzimmer an der Reihe. Was sich so einfach liest, bedeutet im Vorfeld jede Menge Arbeit. Um zum Beispiel den Wohnzimmerschrank (3m vollmassiv, gefüllt mit Spielen, Puzzeln, Büchern und Geschirr) gesichtet werden.

Sonntag, 07.06.26 Nicht erfüllte Erwartungen

Meine Morgenroutine hat sich leicht verändert. Vor dem ersten Cappuccino und der Hunderunde sind die Wildvögel in meinem Balkongarten an der Reihe. In der Stadtbücherei habe ich mir eine Wildkamera ausgeliehen, doch noch sind keine Fotos entstanden. Die Bedienung zeichnet sich als nicht so einfach aus. Ursprünglich dachte ich, ich könnte in dieser Woche einige Fotos zeigen.

Dieses Foto habe ich mit dem mobilen Endgerät „geschossen“.

Montag, 08.06.26 Proband gesucht

Nachdem der Montagsstarter erschienen war, dachte ich, es würde ein ganz normaler Montag werden. Doch am Ende des Tages war wieder so viel passiert, dass es bei anderen locker für eine ganze Woche gereicht hätte.

In unserem Chor singen die unterschiedlichsten Menschen. Einige der etwas verrückteren Exemplare nennen sich „Die letzte Reihe“ – aus Gründen. Denn wie schon zu Schulzeiten gilt: In der letzten Reihe ist immer etwas los. Das betrifft nicht nur die Proben, sondern auch das Privatleben. Auf meinem Blog verwende ich keine echten Namen. Heute ist deshalb ein neuer hinzugekommen: Die Coachin. Ehrlich gesagt wusste ich bis vor Kurzem nicht einmal, dass dieses Wort offiziell im Duden steht. Aber man lernt bekanntlich nie aus. Die Coachin zog vor einigen Monaten beruflich die Reißleine. Sie wusste zwar nicht genau, wie es weitergehen sollte, dafür aber umso genauer, was nicht mehr funktionierte. Also meldete sie sich für ein Coaching an und wird nun selbst Coachin. Wie so oft bei Ausbildungen, die mit und für Menschen stattfinden, ist die Theorie nur die halbe Miete. Deshalb werden regelmäßig Probanden gesucht.

Dienstag, 09.06.26 Blütenreich

Völlig überraschend durfte ich bei NetGalley.de ein Buch rezensieren. Ich habe wirklich gedacht, ich bekomme kein Buch mehr. Meine Rücklaufquote ist nicht so optimal. Doch ich hatte Glück und daher erschien die Rezension von Blütenreich.

Mittwoch, 10.06.26 Blumenpresse, Hunde und Weltpolitik

Der Beitrag Minipresse von wiipsteerts hat mich an den Schrank meines Vaters erinnert. Dort stand meine Blumenpresse, die er mir selber gebaut hatte. Blüten zu pressen ist eine weitere Möglichkeit Erinnerungen zu schaffen. Wobei sich mir die Frage stellt für wen und wann? (Ich hätte Pinterest nicht besuchen sollen)

close up shot of dried flowers in a glass frame
Photo by Merve Bayar on Pexels.com

Nealich hat in ihrem Montagsstarter erwähnt , dass man als Hundebesitzer Disziplin benötigt. Mir ging dann spontan durch den Kopf, ob ein Personalchef bei einer Bewerbung, das einschätzen kann. Und wo erwähne ich den Hund? Familienstand oder Hobby? Was denkst du?

Hast du mitbekommen das in Armenien Wahlen waren? Ich nicht. Um so interessanter finde ich was ich im Blog Östlich von Istanbul gelesen habe.

Ebenfalls nachdenklich hat mich die Aussage von Constantin Schreiber über die zunehmende Bedeutungslosigkeit Deutschlands/Europas in der Welt . Constantin Schreiber gilt als sehr umstritten, was seine Berichterstattung angeht. Ich kann das noch nicht einschätzen, da ich ihn eher als Autor zweier Bücher kenne.

Was sagst du dazu?

Donnerstag, 11.06.26 Heute hat mich ein Siebenjähriger demütig werden lassen

Ein kleiner, siebenjähriger Junge hat mich heute ganz demütig werden lassen. Wir sprachen über die Berufswünsche und -träume der Kinder und er hatten nur einen Wunsch: Soldat werden.

Natürlich wollte ich wissen warum und für ihn war klar, um die Bösen zu töten und Menschen zu schützen. So wie sein Vater. Als sie in Syrien gelebt haben. Aber jetzt leben sie hier und seine Großeltern sind in Syrien. „Besuchen können wir sie nicht, aber wir telefonieren. Aber ich bin traurig. Ich vergesse meine Sprache. Ich spreche immer Deutsch und vergesse meine Sprache.“ Ich habe ihn gefragt, ob sie mit dem Flugzeug nach Deutschland gekommen sind, um ihm vielleicht nahe bringen zu können, das Pilot sein auch Menschen hilft. Nein, kein Flugzeug. Mein Vater hat auch überall Beweise (Narben) wo, er als wir uns beeilten, verletzt wurde.“ Der kleine Junge ist mit ca. 4 Jahren mit seinen Eltern nach Deutschland gekommen. Welche Last auf diesen kleinen Schultern.

Ein Künstler ist mir auf Instagram begegnet. Ugur Gallenkus. Dieses Foto hat mich als erstes beeindruckt.

Quelle: Instagram

Die WM beginnt und ich schaue mir, wie in den Jahren zuvor nicht die Eröffnungsfeier an. Im Prinzip interessiert sie mich nicht, außer um für die Kinder die Ergebnisse in den Spielplan einzutragen. Die Grundschulkinder unterhalten sich auf dem Flur über die unterschiedlichsten Mannschaften. Und natürlich gibt es Malvorlagen, Bücherangebot usw.

Freitag, 12.06.26 Bloggen und Spielen

Am frühen Abend erscheint der Freitagsfüller und kurz darauf auch der Beitrag zum Fotoprojekt 12 von 12 im Juni.

Doch bevor ich tun kann, wofür ich brenne, nämlich das Schreiben, gab es einen Arbeitstag abzuwickeln. Die Gespräche mit den Kindern haben mich veranlasst, in der Stadtbücherei einige Bücher zu besorgen und diese auf dem Flur sichtbar aufzustellen. Im Fotoprojekt schrieb ich darüber. Das Angebot wurde rasch angenommen.

Harmonies

Die Mitbewohnerin hat Lern-Besuch, da wollte ich nicht stören, also verabredete ich mich auf einen Kaffee mit der Aachenerin. Welche Überraschung, ein Spiel, das wir beide online spielen, wurde von ihr angeschafft. Als Brettspiel macht es noch mehr Spaß es zu spielen.

Und so endet der Wochenrückblick.

Was waren deine Wochenhighlights ?

Ein Gedanke zu „Wochenrückblick 24/26 Die kleinen Dinge im Leben

  1. Liebe Britta, eine wirklich volle Woche mit vielen Eindrücken, Begegnungen und Gedanken… Ich mach mich jetzt auch mal an den Rückblick, mal gucken. Hab einen erholsamen Sonntag, alles Liebe
    Katrin

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