Flechten als Umweltindikatoren: Die Gelbflechte erklärt

Die Gewöhnliche Gelbflechte

Die Gelbflechte ist an den Bäumen vor unserem Wohnblock zu finden. An anderen Bäumen ist sie mir noch nicht aufgefallen, aber an diesem Baum stelle ich mein Fahrrad ab.

Die Gelbflechte ist eine Art Doppelwesen bestehend aus Pilz und Alge.

Ich habe mir bisher noch nie Gedanken über Pilze und Algen gemacht. Daher musste ich mir alles, was ich hier schreibe, anlesen.

2004 wurde sie zur Flechte des Jahres gekürt. An ihr sollte gezeigt werden, das die Gemeine Gelbflechte ein Organismus ist, mit dem man Umweltveränderungen aufzeigen kann. Sie ist eben nicht, wie von der KI behauptet ein Zeichen für saubere Luft.

Was ich also hellgelb leuchtend und schön finde, ist also ein Zeichen für Umweltveränderungen. Nicht selten werden Flechten als Baumparasiten betrachtet oder an Mauern und Grabsteinen aufgrund übertriebenen Sauberkeitsdenkens vernichtet. Sie sind jedoch keine Parasiten. Sie ist ein Indikator, dass das ökologische Gleichgewicht aus den Fugen geraten ist. Die gewöhnliche Gelbflechte profitiert von der Düngung aus der Luft. Durch die hohen Stickstoffverbindungen in der Luft, die zum Beispiel Moore, Heiden, Trockenrasen und Wälder und andere empfindliche Arten in ihrer Existenz bedrohen, geht es ihr besonders gut.

Flechten können Gehölze sogar vor Infektionen schützen, indem sie die Rinde vor äußeren Einflüssen abschirmen. Ihre Fähigkeit, Nährstoffe aus der Luft aufzunehmen, macht sie unabhängig von ihrem Wirt und verhindert, dass sie ihm Schaden zufügen. (Quelle: kraut&rüben)

Wilfried Probst erklärt auf seinem Blog sehr ausführlich, wie sich der Stickstoff mit dem Amoniak verbindet und wie sie unsere Gesundheit gefährden können.

Flechten wurden bereits im Altertum als Heilmittel verwendet. Die Gelbflechte wurde zum Beispiel bei Lebererkrankungen eingesetzt.

Bestimmten Schmetterlingsarten gilt sie als Nahrungsquelle. Insekten und Milben als Schutz

Das Thema Stickstoff

In Deutschland werden derzeit jährlich circa 1,5 Millionen Tonnen reaktiver Stickstoff freigesetzt. Den größten Anteil an den Stickstoff-Gesamtemissionen trägt die Landwirtschaft mit 67 Prozent, gefolgt vom Bereich Industrie und Energiewirtschaft mit 16 Prozent und Verkehr mit 11 Prozent. Um die Stickstoffemissionen in Wasser, Luft und Boden nachhaltig zu senken, sind Veränderungen in zentralen Bereichen des Wirtschaftens und Lebens notwendig, wie Landwirtschaft, Energieversorgung, Mobilität und unseren Konsumgewohnheiten.

Dieses Zitat habe ich von der Seite des BMUKN. Dem Bundesministerium für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit. Dort wird auch darüber berichtet, dass es natürlich nicht ausreicht, wenn es nicht europaweit zu Veränderungen kommt.

Stickstoff ist Hauptbestandteil der Luft (78 % Vol.) und ein unverzichtbarer Baustein von Eiweißen und DNA in allen Lebewesen. Mehr über Stickstoff kannst du bei Wikipedia lesen.

Persönliches Fazit

Zu den Luftschadstoffen, die die menschliche Gesundheit negativ beeinflussen können, gehören in den Städten vor allem Feinstaub und Stickstoffoxide. Hinzu kommen Ozon und andere gasförmige Schadstoffe . Pflanzen, vor allem Bäume haben einen starken positiven
Einfluss auf die Qualität der Luft, die uns umgibt. Wie alle Vegetation verbrauchen sie Kohlendioxid und erzeugen
Sauerstoff – darüber hinaus aber wirken Bäume und
Sträucher sich positiv auf das Stadtklima aus.

Wir müssen uns davon lösen, dass Blätter ,die im Herbst zu Boden fallen Dreck ,sind. Wir müssen uns von Schottergärten und unbepflanzten Balkonen, Dächern und Hauswänden lösen. Ich bin da keine Ausnahme. Jeder so, wie es in seinen Möglichkeiten ist.

Ein Gedanke zu „Flechten als Umweltindikatoren: Die Gelbflechte erklärt

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