Manchmal zwingt einen das Leben zu einer Pause. Die letzten zwei Wochen war es hier und auf meinen Social-Media-Kanälen bewusst still – ich war krankgeschrieben und habe mir die Zeit genommen, wirklich zu regenerieren. Statt Content gab es Ruhe. Statt Postings Selbstfürsorge.
Heute nehme ich dich deshalb gesammelt mit durch die Wochen 07/26 und 08/26 – zwei Wochen, die leiser waren als sonst, aber trotzdem ihre eigenen Erkenntnisse mitgebracht haben.
Was hat mir gutgetan?
Diese zwei Wochen waren anders. Und deshalb darf auch dieser Rückblick anders sein.
Statt Tagebuchnotizen sammle ich heute das, was mir in dieser Zeit gutgetan hat. Keine Chronologie, kein „Montag bis Sonntag“. Sondern kleine Dinge, Gedanken und Momente.
Vor der unerwarteten Pause
Am Karnevalssonntag wird bei uns traditionell der Karnevalszug angeschaut. In diesem Jahr ist die Mitbewohnerin Zuschauerin und sie weiß jetzt schon, dass sie im nächsten Jahr wieder aktiv dabei sein will. Im Gegensatz zu meiner Cousine, die dieses Jahr im Kölner Karneval das Werbegesicht war, möchte der Teenager nicht, dass unser Bild veröffentlicht wird.

Zwischen Zeilen und Gedanken
Bereits vor der Auszeit habe ich mich noch einmal an ein Hörbuch gewagt. Allerdings nicht beim Spazierengehen. Jeden Tag sitze ich eine Zeit lang vor der Rotlichtlampe und beleuchte meine Augen. Der ideale Zeitpunkt für ein Hörbuch und ja, es ist mir eine liebgewonnene Angewohnheit geworden.
Gelesen habe ich auch auf dem ein oder anderen Blog beziehungsweise Insta-Account. Hier einige Auszüge:
- Dryade war wandern und ihre Bilder lösten so starke Emotionen in mir aus. Als würde der Urlaubsort meiner Kindheit mich rufen. Bereits in meiner To-Want-Liste habe ich angedeutet, dass ich wieder wandern gehen möchte. Und vor allem an diesem Ort. Doch die Intensivität meiner Emotionen hat mich wirklich überrascht. In unserem Gespräch über meine Gefühle hat sie mir ein Buch empfohlen. Diese Empfehlung gebe ich gerne weiter.

Ebenfalls bei Instagram ist mir der Kurs „Wildniswind“ von Miriam und Paula,sowie „Ein Jahr Pflanzenwissen “ von Wolf Dieter Storl begegnet. Ich beziehe beide Newsletter und in meiner ruhigen Zuhausephase wurde mir klar, wie ich diese Inspirationen in meinen Alltag integrieren kann.
Ich schreibe wieder Tagebuch, trenne aber nicht mehr zwischen Gedanken und Erlebnissen. Beides findet Platz. Die Zeichnung vom Schneeglöckchen genauso wie die Geschichte vom Bär.

Ein richtig gutes Buch ist

Spannend von Anfang bis Ende. Die Rezension ist fast fertig. Lovelybooks sei Dank, habe ich noch einmal ein Buch in den Händen. Das liebe ich bei den Leserunden dieser Plattform.
Entspannte Zeit vor dem Fernseher
Gut getan, wäre übertrieben. Ich habe mir die Miniserie „Die Bleikinder“ auf Netflix angeschaut. Aber das Thema Umweltschutz in der Industrie hat mich schon beschäftigt.
Eiskunstlauf bei Olympia spannend und entspannend zugleich.
Unter anderen Umständen in der ZDF Mediathek.
Tatort mit Faber bei der ARD
Unterwegs mit dem Hund
Egal wie es mir geht, der Hund muss raus. Die Mitbewohnerin ist den ganzen Tag in der Schule oder unterwegs und übernimmt die Abendrunden. Doch mir obliegt die Morgen- und Mittagsrunde. Was mir generell in den Tagen gut getan hat, auch draußen, war die Stille. Jetzt keine Totenstille, aber niemand redet mit mir oder stellt Anforderungen.

Die Natur lud mich zum Schauen und Lauschen ein. Inspiriert durch die bereits oben im Text erwähnten Menschen, bin ich häufig stehen geblieben, habe mein Tempo verlangsamt. Vieles davon habe ich in meinem Tagebuch festgehalten. Was ich davon hier preisgebe, muss ich in der nächsten Zeit entscheiden.

Da wohnt übrigens die Freundin von Herrn Bretone und jedes Mal, wenn wir diese Straße überqueren, versucht er mich davon zu überzeugen, dass es Zeit für einen Kaffee bei Lotte ist.
Was mir innerlich gutgetan hat
Ganz spontan habe ich am Samstagmorgen mein mobiles Endgerät ausgeschaltet. Eigentlich wollte ich es nur für einen Tag ausprobieren.
Doch schon am Sonntagabend stand mein Resümee fest: Es fühlte sich an wie Urlaub. Nachdem ich am Sonntag kurz die eingegangenen Nachrichten vom Vortag beantwortet hatte, schaltete ich das Gerät kurzerhand wieder aus. Es fiel mir leichter als gedacht.
Auffällig war, wie schnell unsere Gewohnheiten sichtbar wurden. Wir wussten nicht, wann genau unsere Bestellungen ankommen würden – der Blick in den Sendungs-Tracker fehlte. Ein ungewohntes Nichtwissen. Und mir wurde bewusst, dass meine gesamte Musik – selbst die Entspannungsmusik – ausschließlich auf diesem Gerät gespeichert ist. Ganz ohne ging es dann doch nicht: Die Musik habe ich mir angemacht. Aber im Flugmodus.
Und vielleicht war genau das der Unterschied – nicht erreichbar zu sein, ohne ganz abgeschnitten zu sein.
Zeichnen war auch etwas, das mir sehr gutgetan hat. Ein Impuls aus dem o.g. Newsletter ist, die Natur um mich herum intensiver wahrzunehmen, in dem ich sie zeichne. Wippsteerts, du glaubst gar nicht, wie oft ich an deine Tierzeichnungen gedacht habe. Ich habe mich an einem Schneeglöckchen versucht.

Reiki, jeden Tag dreißig Minuten Auszeit. Die habe ich mir täglich gegönnt und hoffe, ich kann sie mit in den Alltag nehmen.
Was mich bewegt hat
Dieses Bild auf Dyrades Insta-Account hat mich besonders angesprochen, denn es löst Erinnerungen aus. Meine Eltern und ich haben an dieser Stelle, auf einer Bank sitzend, auch Pause gemacht.

Der Tod von Eric Dane. Die Arztserie, in der er mitgespielt hat, kenne ich nur dem Namen nach, die ist komplett an mir vorbeigegangen. Mir ist er zum ersten Mal bewusst in der Serie Countdown auf Amazon Prime in 2025 aufgefallen. ALS ist eine furchtbare Krankheit und sein öffentlicher Umgang damit – Hut ab.
Eine aktuelle Buchvorstellung vom Kaffeehaussitzer hat mich bereits in der Beschreibung so berührt, dass ich nicht weiß, ob ich mir dieses Buch und die Tatsache, dass es aktuell ist, zumuten kann. Es geht um den Krieg in der Ukraine.Im Gegenteil zum Buch von Hemingways »Wem die Stunde schlägt«, bei dem die Erzählung vor langer Zeit spielt, ist das, was man dort liest nur 21 Autostunden von mir entfernt. Das Buch heißt „Die Nulllinie“ und der Autor ist Szczepan Twardoch.

Ein spontaner Kaffeebesuch, kurz vor Arbeitsbeginn, bei Der Kämpferin. Passend zu den nachdenklich Tagen zu vor, die Erkenntnis, das höchste Gut ist und bleibt die Gesundheit.
So endet dieser Wochenrückblick nachdenklich, jedoch nicht traurig. Manches was uns im Alltag als so „wichtig“ erscheint, wird bereits durch eine Grippe ins richtige Licht gerückt.
Gesundheit ist nicht alles, aber ohne Gesundheit ist alles nichts.
Wenn du im Zweifel bist, ob du etwas veröffentlichen möchtest, tu es nicht. Naccholen, falls du deine Meinung änderst, geht immer. Aber was raus geben (und das Internet vergisst nie!) und es sann doch privat halten wollen, ist unmöglich. Daher im Zweifel immer nicht veröffentlichen.
Genau so ist es. Liebe Grüße
Ich bin froh, dass ich nicht noch mehr mache wie bloggen, nicht mal angemeldet für Gucken. Wenn Dir Dein jetziger Umgang (bzw weniger) damit Dir gut tut, ist das doch prima.
Freue mich, wenn die Zeichnungen Dir gefallen haben, ich komme manchmal viel zu wenig dazu.
Liebe Grüße
Nina
Ein schöner Rückblick, die etwas ruhigere Zeit hat dir gut getan, lese ich. Wie schön. Hoffentlich geht es dir auch gesundheitlich wieder besser.
Liebe Grüße
Anita