Montagsstarter über Familienfeiern, Geschenkflut und Weihnachtsmärkte

Der Montag beginnt routinemäßig mit den Satzfragmenten, die antetanni uns zur Verfügung stellt.

Ich bleibe dabei, Weihnachten ist nur dann ein schönes Fest, wenn Familienfeiern freiwillig sind, Kinder sich zu Hause sicher fühlen und Schule nicht der einzige sichere Ort für sie ist. In der öffentlichen Darstellung wird Weihnachten häufig als Fest von Harmonie, Frieden und Glück idealisiert – mit üppigen Tafeln, Geschenken und hohen Erwartungen.

Besonders in sozialen Medien entsteht der Eindruck, dass alles selbst gemacht wird: Dekoration, Gebäck, aufwendiges Kochen – möglichst mühelos und perfekt. Bei uns ist davon aktuell wenig zu sehen. Abgesehen von Adventskranz und -kalendern gibt es kaum weihnachtliche Elemente. Der Alltag ist derzeit so fordernd, dass wir uns auf das Notwendige beschränken. Gemeinsame Zeit ist wichtiger als Traditionen oder Perfektion.

Ich bin kein Weihnachtsgegner. Doch das äußere Drumherum wird häufig als Leistungsdruck wahrgenommen. Auch die Selbstverständlichkeit, mehrere Weihnachtsmärkte zu besuchen, ist nicht für alle gegeben – finanziell wie organisatorisch. Gerade in der Weihnachtszeit macht mich das nachdenklich

❷ Manchmal passt ein Mensch wie „Faust aufs Auge“ in meinem Leben. Bis wir uns verändern und sich sich Wege wieder trennen.

❸ Den Januar versuche ich, gelassen auf mich zukommen zu lassen. Finanziell ist der Jahresbeginn angespannt. Das Gehalt wird wie üblich verzögert ausgezahlt, die erforderlichen Anträge befinden sich in Bearbeitung (andernfalls erfolgt die Auszahlung im Februar). Diese Situation besteht seit neun Jahren und ist zur Routine geworden. Der Hinweis erfolgt, weil ein entspannter Start ins neue Jahr im Januar nicht für alle selbstverständlich ist.

Aber all dies tritt in den Hintergrund, wenn man krank ist, kein Dach über dem Kopf hat oder sich einsam fühlt. Diese Belastungen betreffen mein Leben nicht. Daher bin ich weiterhin dankbar für die positiven Aspekte meines Lebens und blicke zuversichtlich auf das kommende Jahr.

Ich schenke mal mehr oder weniger. Je nachdem, wonach mir der Sinn steht. Allerdings nicht zwingend zur Weihnachtszeit. Innerhalb der Familie wurde ein Wichtelmodell vereinbart. Diese Regelung ist konsensual, entspricht jedoch nicht vollständig meinen persönlichen Vorlieben, da sie die freie Entscheidung über Anlass und Person des Schenkens einschränkt.

Aus diesem Grund verteile ich Geschenke über das Jahr hinweg. Die Familie besteht aus sechs Personen (formal sieben, wobei sich eine Person aus dem Wichteln zurückgezogen hat). Aufgrund der begrenzten Anzahl kommt es zudem häufig vor, dass dieselbe Person in regelmäßigen Abständen gezogen wird.

Bemerkenswert ist, dass das erste in diesem Jahr erworbene Geschenk ausgerechnet für die Person bestimmt war, die nicht mehr am Wichteln teilnimmt. Eine ähnliche Vorgehensweise zeigte sich auch bei meiner Mitbewohnerin.

Ferien sind in diesem Haushalt dringend nötig.

❻ Ich finde den hiesigen Weihnachtsmarkt nicht besonders schön. Doch ich treffe mich mit Freunden, da ist der Ort total egal.

Im Kalender steh(en) diese Woche zwei Termine, die sein müssen. Außerdem habe ich Abende zu Hause geplant und ich freue mich den letzten Arbeitstag 2025 am Freitag.

4 Gedanken zu „Montagsstarter über Familienfeiern, Geschenkflut und Weihnachtsmärkte

  1. Liebe Britta, das hast Du wieder einmal auf den Punkt gebracht, Weihnachten und die völlig überzogenen Erwartungen. Es braucht wirklich viel innere Stärke, sich nicht anstecken zu lassen… Euer Wichtelmodell gefällt mir. Und Deine Gedanken zu Weihnachten an einem sicheren Ort, auch da passen Erwartungen und Realität oft nicht zusammen.
    Hab eine schöne Woche, liebe Grüße an Dich von Katrin

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    1. Guten Morgen Katrin. Ich glaube, in der Welt ausserhalb der Schule macht sich niemand Gedanken, was hinter den Türen zu Hause los ist. Wenn ein Besuch in der Schule vom Jugendamt vor Weihnachten ein Geschenk ist. Das Thema macht mich immer unendlich traurig. Die Woche hat zwar auch 5 Arbeitstage aber sie wirkt kürzer. Liebe Grüße, Britta

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  2. Oh wie treffend geschrieben, liebe Britta. All diese „wunderbaren, harmonischen, Ton-in-Ton-schicken-Bilder“ von Weihnachten… Je öfter ich das sehe, desto mehr entwickle ich mich zum Grinch. Der Druck rund um Weihnachten ist immens hoch geworden und alles hat Friede-Freude-Eierkuchen zu sein und das ist es bei weitem und bei ganz vielen Menschen eben nicht. Danke für dein Aufrütteln der Gedanken dazu.

    Die Idee des Wichtelns finde ich grundsätzlich gut, aber du schreibst es zurecht, es sollte halt für alle passen.

    Liebe Grüße

    Anita

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