Wochenrückblick | Wenn der Alltag leise rüttelt – Eine Woche zwischen Sommerhitze, Alltag und innerem Aufbruch

Eine Woche, wie ich sie nicht geplant hätte
Diese Woche hatte es wirklich in sich – nicht im dramatischen Sinne, aber voller kleiner Höhen und Tiefen, körperlich wie seelisch. Nichts Weltbewegendes, aber doch genug, um mich aus dem gewohnten Takt zu bringen. Wenn ich zurückblicke, bestätigt sich einmal mehr mein Motto: nicht alles monatelang oder jahrelang im Voraus planen. Denn diese Woche kam anders – und zwar komplett.
Jetzt, am Samstagmorgen, sitze ich an meinem Schreibtisch, schaue zurück und denke: Wow, damit habe ich nicht gerechnet. Was genau passiert ist? Lies selbst in den folgenden Tagebucheinträgen

Samstag, 28.06.25

Liebes Tagebuch

auf den heutigen Tag habe ich mich schon ganz lange gefreut. In unserem Pfarrheim fand zum dritten Mal der Spieletreff statt. Organisiert wird es von einer privaten Gruppe rund um BeccisCorner.

Vier Stunden reine Spielzeit habe ich mir geschenkt. Trotz der hohen Temperaturen hat es viel Spaß gemacht. Auf dem Foto siehst du die Spiele

  • Kindomino Duel
  • Clavera
  • Capitain Flip
  • Grachtenpand

Ich werde an anderer Stelle diese vier Spiele vorstellen.

Als ich am Abend nach Hause kam, war mein Kopf voller Eindrücke. Mein Wunsch war es auf dem Sofa abzuwarten, dass die Temperaturen sinken. amazon stellte mir diese neuen Serie vor. Das Jensen Ackless mitspielt, ist ein guter Grund mir die erste Folge der Staffel anzuschauen. Ich wurde nicht enttäuscht.

Sonntag, 29.06.25

Liebes Tagebuch,

wenn es sich in der Nacht nicht abkühlt, dann ist Sommer. Meine erste Handlung am Morgen ist, alle Fenster zu öffnen, um die warme, abgestandene Luft herauszulassen. Dann wird der erste Cappuccino oder Kaffee des Tages gekocht und in Ruhe auf dem Balkon genossen. So kann ein Sommertag beginnen.

In der Messe haben wir mit dem Kirchenchor das Patrozinium gefeiert und 14 neue Messdiener eingeführt. Es war einfach nur heiß – so heiß, dass der Pfarrer gleich zu Beginn alle einlud, sich bei Bedarf in die Sakristei zurückzuziehen. Dort gab es ausreichend Getränke. Eine gute Entscheidung.

Seine Predigt drehte sich um das Nicht-Perfekt-Sein und den Mut, sich selbst anzunehmen. Sehr berührend – und in unserer Familie gerade ein sehr aktuelles Thema.

Video vom Einzug in den Gottesdienst

Montag, 30.06.25

Liebes Tagebuch,

in meinem Montagsstarter schreibe ich über ganz banale Dinge, wie Sommerarbeitszeiten, die kaputte Dusche und dass ich mich auf nichts Bestimmtes freue und daher völlig unbedarft in die Woche starte. Ein wirklich entspannter Montagmorgen.

Nachdem ich meine Lymphdrainage genossen habe, erhalte ich eine Nachricht, die meinen beruflichen Montag ganz schön herumwirbelt. Persönlich trifft es mich heftig, dienstlich behalte ich einen kühlen Kopf. Im Laufe des Tages kletterte das Thermometer auf 29 Grad und ich freue mich über meine (noch) kühle Wohnung.

Dienstag, 01.07.25

Liebes Tagebuch,

der Juli ist da und damit sind die Tage bis zu den Ferien sehr überschaubar. Heute sollte es sehr warm werden, also radelte ich in aller Frühe zum Supermarkt, um mich für die nächsten Tage mit allem nötigen einzudecken. Der Plan war in den nächsten zwei Tagen nur zwischen Arbeit und zu Hause zu pendeln. Doch es kam alles anders und kurz nach Arbeitsbeginn war ich auf dem Weg ins Homeoffice.

Die Summeracademy von Netgalley ist gestartet und ich bin enttäuscht vom Angebot der Bücher und Hörbücher. Nicht ein Cover oder Titel spricht mich an. Nach Dienstschluss möchte einfach nur liegen und nichts tun. Also warum sich nicht intensiver mit den Angeboten beschäftigen. Ich ziehe mir eine Leseprobe beim Ullstein Verlag und lese mich in „Sunbirds“ ein.

Mittwoch, 02.07.25

Es war noch dunkel, als ich mich heute Morgen mit dem Hund auf den Weg machte. Sommerliche 20 Grad, aber alles besser als die 34 Grad von gestern. Die Abendrunde war ein kurzer Ausflug über die Straße, Hauptsache der Hund ist leer. Für heute Abend war Abkühlung angekündigt. Das Gewitter war toll, die Regenmassen nötigten mich in den Keller, denn die Straße war überflutet. Im Keller war alles in Ordnung. Der Hund wollte überhaupt nicht raus, weil er Angst vor dem Donner hatte, obwohl das Gewitter weggezogen war. Die Hunderunde endete quasi am ersten Baum.

Mein zweiter Tag im Homeoffice (ich könnte mich dran gewöhnen) begann sehr früh. Unzählige Eltern meldeten ihre Kinder wegen der Hitze von der Betreuung ab. Mein eigenes Kind stand auch mittags vor der Türe. Hitzefrei im 9. Schuljahr kommt selten vor.

Als die ersten Wolken und der Wind aufkamen, war es eine Erleichterung. Die erste Hitzewelle war geschafft. Die körperliche Anstrengung der letzten beiden Tage war spürbar.

Donnerstag, 03.07.25

Liebes Tagebuch,

endlich wieder durchatmen! Heute Morgen habe ich sogar meine Decke gebraucht – so kühl war es. Herr Bretone war deutlich entspannter, und wir drehten eine lange, ruhige Morgenrunde.

Der Regen hat gestern auch den letzten Winkel meines Balkons erwischt. Eigentlich wollte ich aufräumen, aber meine Balkonpflanzen waren zu schön – ich habe sie einfach nur bestaunt und das große Aufräumen verschoben.

Beruflich kam eine spannende Einladung – ein Gespräch, das in Richtung Zukunft weist. Ich bin neugierig und freue mich darauf.

Die Leseprobe von Sunrise hat mich überzeugt.

Am Nachmittag fuhr ich kurz zur Bücherei, um Material für die Ferienspiele zu besorgen und fällige Medien zurückzubringen. Ich werde wieder eine Vorlesezeit gestalten – wie jedes Jahr.

Freitag, 04.07.25

Liebes Tagebuch,

früh am Morgen ging’s mit Herrn Bretone in den Garten der Würfelkönigin. Während ich mit dem Hausherrn (frisch aus der Nachtschicht) einen Kaffee trank, tobte der Hund wild durchs Grün. Nach einer halben Stunde war er platt – und ich gestärkt. Ich musste schließlich noch zu meinem Termin.

Und dann? Dann kam der Knall. Ich habe ein Angebot bekommen, mit dem ich nie gerechnet hätte. Am liebsten hätte ich sofort zugesagt. Aber natürlich habe ich mir Bedenkzeit erbeten.

Eine Tür hat sich geöffnet. Ich weiß nicht, was mich erwartet – und ja, ein Teil von mir hat Angst hindurchzugehen.

Der Tag blieb turbulent: emotional, überraschend, mit privaten Wendungen – und kühlen Getränken am Abend mit Freunden. Das musste einfach sein.

Im Rückblick wirkt die ruhige Zeit davor wie die sprichwörtliche Ruhe vor dem Sturm. Jetzt tobt er – in mir. Und wie ich aus Erfahrung weiß:

Stürme reinigen, reißen Altes mit sich und schaffen Platz für Neues. Auch wenn es manchmal schmerzt, loszulassen.

3 Gedanken zu „Wochenrückblick | Wenn der Alltag leise rüttelt – Eine Woche zwischen Sommerhitze, Alltag und innerem Aufbruch

  1. Liebe Britta, das war wohl in vielerlei Hinsicht eine spannende Woche und ich freue mich für Dich, denn der Knoten/Stillstand/Frust im Job scheint sich zu lösen. Zumindest klingt es so für mich.

    Mit netgalley bin ich letztes Jahr nicht klar gekommen, vllt sollte ich einen neuen Versuch starten?

    Hier kühlt es sich frühmorgens immer gut ab und tropische Nächte sind für mich nur schön wenn ich den fehlenden Schlaf am Tag irgendwie aufholen kann. Was aber leider, aus Gründen, nicht geht.

    Genieße Deinen Sonntag, Wuschel den Herrn Bretonen mal von mir und bis bald wieder 🤗

    Katrin

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    1. Hallo Katrin,
      das Wuscheln habe ich erledigt. Ja, es könnte sein, dass ich da ein Knoten löst.
      Liebe Grüße
      Britta

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  2. Liebe Britta,ich wünsche dir bei allem, was vor dir liegt, den Mut und die Kraft für die sich für dich gut anfühlende Entscheidung. Neue Wege können sehr spannend sein und alte Blockaden vielleicht aus lösen.HerzensgrüßeAnita

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