Fastenzeit 2024 – Enscheidungsfindung und die Frage: Fastest Du – und wenn ja, was ?

Fastenzeit 2023 – kleiner Rückblick

Im letzten Jahr habe ich über das Miseror Hungertuch geschrieben, weil es mich sehr beeindruckt hat. Rückblickend kann ich sagen, dass ich sehr wohl weiß, was mir heilig ist. Das sich meine Einstellung zu meinem Glauben noch mal verändert hat. Das Gottesdienste so oft wie möglich, in meinen Alltag integriert wurden. Das ich festgestellt habe, dass mir zum Beispiel die Familie heiliger ist, als andere Familiemitglieder es sehen.

Fastenzeit 2024

Seid einigen Tagen mache ich mir Gedanken, wie ich meine persönliche Fastenzeit in diesem Jahr begehen möchte. Über den Verzicht von Fleisch in der Fastenzeit habe ich letzte Jahr geschrieben. DAs ist nicht groß erwähnenswert. Plastik verzichten – auch eine große Aktion in der Vergangenheit – wird immer schwieriger, denn mein Gefühl hat sich bestätigt. Es wird immer mehr und immer schwieriger plastikarm einzukaufen.

Misereor ruft zur Fastenaktion „Interessiert mich nicht die Bohne“ ( Erklärung der Website:Mit der Fastenaktion teilen wir die Sehnsucht nach einer gerechten Welt ohne Hunger (SDG 2) und das Anliegen, unserer Ernährung wieder mehr Wertschätzung entgegenzubringen.) auf. Sicher ein wichtiges Thema, aber es braucht in meinem Haushalt keine extra Aktion zu diesem Thema. Zumal mir persönlich die Thematik in Deutschland, im Hinblick auf hungrige Kinder in der Schule, wesentlich näher steht. Wenn dich das Thema interessiert, findest du hier die Seite von brotZeit e.V. Im Netz gibt es viele Berichte darüber, wenn man für das Thema sensibel ist.

Auf der Suche nach dem Verzicht

Zurück zu meinen persönlichen Impulsen. Mein erster Gedanke war das große A zu fasten. Nachdem man Filme/Serien jetzt nicht mehr werbefrei sehen kann, außer man bucht nach, habe ich mich gefragt, ob ich es schaffe 40 Tage auf das große A zu verzichten. Da ich über den Fire TV fernsehe wäre das wirklich eine Herausforderung. Auch wird dort schnell mal etwas bestellt, weil ich als Prime Kunde den Versand kostenlos erhalte.

Über diesen Gedanken kam mir der Gedanke 40 Tage Fernsehen/Streamingdienste generell zu fasten. Das wäre noch eine größere Herausforderung. Da bekomme ich schon leichte Schweißperlen auf die Stirn.

Der nächste Schritt lag nahe. 40 Tage Handyverzicht.

Ein Aufschrei geht durch jede meiner Zelle. Wie – kein Instagrampost mehr, kein WhatsApp Status, keine Musik ? Je länger ich darüber nachdenke, desto offensichtlicher wird mir, ohne Handy funktioniert einiges vieles in meinem Alltag nicht.

Verabredungen laufen über WhatsApp, Termine werden über die allzeit bereiten Online-Kalender abgestimmt und ich werde an sie erinnert, Arzttermine über eine App vereinbart, Musik und Radio läuft täglich über dieses mobile Teil. Ich fotografiere , suche über Pinterest Ideen, schreibe meinen Einkaufszettel ( das Kind hat diesselbe App, sehr praktisch) , suche Kochrezepte, schreibe und gestalte Blogartikel, meine „Bankgeschäfte“ laufen über eine App, meine Sprachlernapp wird täglich genutzt, mein aktuelles E-book ist immer dabei und die Uhrzeit sagt es mir auch immer zuverlässig. Busverbindungen und – verspätungen werden mir damit angezeigt. Hin und wieder telefoniere ich sogar damit. Mit anderen Worten, ich habe es andauernd in der Hand und im Einsatz. Was zur Folge hat, dass ich sehr oft abgelenkt bin. Und genau das ist es was mich stört.

40 Tage auf dieses Gerät zu verzichten, das wäre eine sehr große Herausforderung.

Noch ein paar Tage Zeit

Gibt es vielleicht noch etwas anderes, dass ich für mich wählen könnte ? Darüber mache ich mir weiterhin Gedanken. An Aschermittwoch erzähle ich dir dann, wozu ich mich entschieden habe.

Wie ist das bei dir ? Nutzt du diese Zeit zwischen Aschermittwoch und Ostern bewusst zum Verzicht oder ist es dir vollkommen egal.

Zitat

Verzicht nimmt nicht. Verzicht gibt. Er gibt die unerschöpfliche Kraft des Einfachen.

Martin Heidegger, deutscher Philosoph

6 Gedanken zu „Fastenzeit 2024 – Enscheidungsfindung und die Frage: Fastest Du – und wenn ja, was ?

  1. tjaaaa……. Fastenzeit, immer wieder spannend, klingt wie eine Challenge, 40 Tage ohne x

    x = Plastik? Auto? Facebook/Instagram? Fleisch? Alkohol?….

    oder einfach mal….würd mir.körperlichh sehr gut tun…Süßkram!

    So einfach, aber so schwierig, denn die Brauch ich WIRKLICH (DENKE ICH) also steck ich dieses Ziel mal fest!

    liebe Grüße

    M.

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  2. Oha, da hast du aber harten Toback, den du Fasten möchtest. Vielleicht geht ja die Liteversion? Social Media Fasten? Denn für einiges ist das Handy schon wichtig und nötig.

    Ich faste (weiter) Zucker. Das mache ich schon seit Januar und merke, wie gut es mir tut. Allerding gab es im Februar einige Ausnahmen, das soll sich jetzt wieder ändern. Außerdem möchte ich meine Handyzeit begrenzen. Nicht ganz fasten, aber ich hab mir überlegt 16:00 Uhr das Handy in den Flugmodus zu schicken. Ich bin gespannt, für was du dich entscheidest. LG Starky

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    1. Ja, je länger ich darüber nachdenke, desto größer wird mein Respekt vor meiner eigenen Überlegung. Ich denke über einen schrittweisen Einstieg ins Fasten ein. Quasi wie bei einer Ernährungsumstellung, wenn du weißt, was ich meine. Immer wenn ich einen Ansatz finde, springt mein innerer Schweinehund auf meine Schulter und hat etliche Einwände. Liebe Grüße,Britta

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      1. Ich weiss was du meinst 🙂 auch eine Idee… wobei mir „kalter entzug“ immer leichter fällt…

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