(Quelle Foto:Bild von rawpixel auf Pixabay)
Keine Biografien, sondern Annäherungen
Bereits im Oktober letzten Jahres trug ich die Idee mit mir herum, auf meinem Blog eine neue Rubrik zu starten: eine lose Reihe von Frauenporträts. Frauen, die mich interessieren, die Fragen aufwerfen und deren Leben und Wirken aus meiner Sicht, mehr Aufmerksamkeit verdienen. Nicht als umfassende Biografien, sondern als Annäherungen – aus Neugier und dem Wunsch heraus, genauer hinzusehen.
Jetzt ist es soweit. In Barbaras Rückblick/Freitagsfüller tauchte der Name Hannah Arendt auf, und plötzlich war klar: Jetzt ist der richtige Moment, diese Serie zu beginnen.
Diese Frauen haben in sehr unterschiedlichen Zeiten und Kontexten gelebt. Viele von ihnen haben innerhalb patriarchaler Strukturen gehandelt, manche gegen sie, andere mit ihnen – und dennoch Spuren hinterlassen, Denkweisen verändert oder neue Räume geöffnet.

Da ich selbst gern mit KI experimentiere, habe ich sie nach solchen besonderen Frauen gefragt. Die KI schlug mir folgende Namen vor. Diejenigen, die bereits auf meiner eigenen Liste stehen, habe ich fett markiert. Andere, von denen ich bisher noch nie gehört hatte, kursiv gesetzt. Über welche Frauen ich letztlich schreiben werde, bleibt eine Überraschung.
- Hannah Arendt – politische Theoretikerin, deren Analysen von Macht, Verantwortung und Totalitarismus bis heute prägen
- Simone de Beauvoir – machte Unterdrückung von Frauen philosophisch sichtbar (Das andere Geschlecht)
- Judith Butler – stellte Geschlecht als soziale Konstruktion infrage
- Rosa Luxemburg – politische Denkerin und Aktivistin in einer zutiefst männlich geprägten Bewegung
- Angela Davis – Bürgerrechtsbewegung, Feminismus, Gefängniskritik
- Golda Meir – eine der ersten Regierungschefinnen weltweit
- Marie Curie – durchbrach wissenschaftliche und gesellschaftliche Barrieren
- Ada Lovelace – Pionierin der Informatik in einer Zeit ohne Platz für Frauen
- Virginia Woolf – zeigte die strukturellen Bedingungen weiblichen Schreibens
- Frida Kahlo – Körper, Schmerz und Identität als politische Aussage
- Malala Yousafzai – Bildung als Widerstand gegen patriarchale Gewalt
- Sibylle Bergemann – Fotografin, die weibliche Perspektiven in der DDR sichtbar machte
- Lise Meitner – maßgeblich an der Kernspaltung beteiligt, Ruhm ging an Männer
- Rosalind Franklin – entscheidend für die DNA-Entdeckung, systematisch verdrängt
- Hedy Lamarr – Grundlagen der drahtlosen Kommunikation, lange nur als Schauspielerin wahrgenommen
- Assata Shakur – radikale Stimme gegen Rassismus und patriarchale Gewalt
- Luce Irigaray – Philosophin, die Sprache selbst als patriarchales Werkzeug entlarvte
- Wangari Maathai – verband Umweltarbeit mit Frauenrechten und lokaler Selbstermächtigung
- Jane Goodall – verbindet Wissenschaft, Empathie und jahrzehntelanges Umweltengagement
- Margot Friedländer – spricht ruhig, eindringlich, ohne Anklage, und verändert damit Haltungen
- Vandana Shiva – Umweltaktivistin, setzt sich für Saatgutvielfalt und ökofeministische Perspektiven ein
- Winona LaDuke – indigene Aktivistin für Landrechte, Umwelt- und Klimagerechtigkeit
- Helena Norberg-Hodge – engagiert sich für lokale Wirtschaftskreisläufe und kulturelle Vielfalt
- Bina Agarwal – Ökonomin, forscht zu Landrechten von Frauen und ökologischer Gerechtigkeit
- Chimamanda Ngozi Adichie – klare, zugängliche feministische Stimme im globalen Diskurs
- Esther Bejarano – Zeitzeugin, politische Bildungsarbeit, Musik als Widerstand (spielte im Mädchenorchester in Ausschwitz)
- Ruth Wilson Gilmore – leise, radikale Denkerin zu Gefängnissystemen und struktureller Gewalt
- Millicent Fawcett
erzählen.
Wangari Maathai

Fotoquelle: Kenyan Heroes
Welche Frauen haben DICH beeindruckt, findest Du interessant, sollten erwähnt werden?
Sicher fehlen Dir hier Namen. Gern nehme ich Vorschläge an. Oder möchtest Du selber etwas über eine Frau schreiben und als Co-Autor hier veröffentlichen. Darüber würde ich mich sehr freuen.