Montagsstarter. Meine Gedanken zu respektvollen Weihnachtsbräuchen in der Gemeinschaft

Die letzte Novemberwoche – ein persönlicher Übergang

Der Totensonntag ist vorbei und traditionell beginnt für viele nun die Zeit der Weihnachtsdekoration. Auch bei uns startet diese Phase – wenn auch sehr dezent.

Wenn die Umwelt eskaliert

Ein Grund für unsere zurückhaltende Deko ist meine „eskalierende Umwelt“. Überall ist bereits geschmückt, oft schon Wochen vorher. Das überfordert mich schnell. Sobald dann auch noch die Weihnachtsmusik ununterbrochen dudelt, bin ich spätestens zum dritten Advent gedanklich mit dem Thema Weihnachten fertig.

Weihnachten feiern – aber anders

Trotzdem halte mich das nicht davon ab, Jul zu feiern und mit meinen Kindern an Weihnachten ein paar schöne Stunden zu verbringen. Die Geschenke sind bereits besorgt und verpackt.
Doch da der eigentliche Weihnachtszauber heute oft durch reinen Deko-Konsum ersetzt wird, bleibt meine Wohnung so weit wie möglich dekofrei. Dieses Jahr bleiben sogar die Fenster ungeschmückt. Und am Neujahrsmorgen wird konsequent alles wieder abgebaut – einschließlich Baum.

Dekoflut überall – und wenig Rücksicht

Schade ist, dass man kaum noch irgendwo hingehen kann, ohne dass schon „aufrüstet“ wurde. Viele wollen die Ersten sein und tragen ihren Dekodrang dann auch in den Arbeitsplatz hinein. Rücksicht auf Menschen, für die das schnell zur Reizüberflutung wird, bleibt dabei oft aus.
In den eigenen vier Wänden kann jeder machen, was er oder sie möchte – aber im öffentlichen Raum wäre etwas mehr Sensibilität wünschenswert.

Die Kehrseite eines „Festes der Freude“

Vor ein paar Tagen sagte jemand zu mir, dass für ihn jetzt die schlimmste Zeit im Jahr beginne. Weihnachten erinnert ihn daran, dass er an diesen Tagen allein ist.
Dieses hochglanzpolierte Fest, bei dem angeblich alle friedlich zusammen sitzen, blendet aus, dass viele Menschen einsam sind – oder obdachlos, oder arm. Nicht jeder holt sich ein Weihnachtspaket bei der Tafel ab. Manche schämen sich. Sie sitzen dann nicht an einem festlich geschmückten Tisch und bekommen keine Geschenke. Für diese Menschen bedeutet das ganze Drumherum vor allem eines: Stress. Negativen Stress.

Doch Rücksicht darauf wird selten genommen. Wie gesagt: Zuhause darf jeder tun, was er oder sie möchte. Aber im öffentlichen Raum wirkt das Ganze oft aufdringlich und übertrieben.

Und der Montagsstarter?

Mit dem Montagsstarter kann man hoffentlich nicht übertreiben – oder vielleicht doch? Ich weiß es nicht.

Hier kommen die Satzfragmente, die Anita sich für den heutigen Tag ausgedacht hat.

Kaum zu glauben, das Jahr 2025 neigt sich dem Ende zu. Wir sind nur noch 75 Jahre von diesem Zeitpunkt entfernt : Der Weltraum, unendliche Weiten. Wir schreiben das Jahr 2200. Dies sind die Abenteuer des Raumschiffs Enterprise, das mit seiner 400 Mann starken Besatzung fünf Jahre lang unterwegs ist, um neue Welten zu erforschen

❷ Wir haben keinen Adventskranz, sondern eine Schale mit Kerzen und mit ein bisschen Glück, findet man auch Tannengrün.

#Team mit oder ohne Glühwein auf dem Weihnachtsmarkt? Ich trinke keinen, also ohne Glühwein. Der Rest der Kollegen jedoch immer.

❹Weihnachten mit meinen Kindern am zweiten Weihnachtstag hat Tradition in der Familie. Mal sehen, ob sich das im nächsten Jahr ändert.

Es bleibt abzuwarten, ob meine Pläne für einen terminarmen Dezember gelingen. Ich drücke mir selber die Daumen.

❻ Die Wichtel liste habe ich erledigt. Geschenke sind beide besorgt. Ich kann also ganz gelassen in Richtung Weihnachten schauen.

Im Kalender steht diese Woche meine erste Fraktionssitzung. Ich bin sehr gespannt. Außerdem habe ich einen Ausflug in der Bücherei geplant und ich freue mich auf ein terminfreies Wochenende.

Vielen Dank für deinen Besuch.

5 Gedanken zu „Montagsstarter. Meine Gedanken zu respektvollen Weihnachtsbräuchen in der Gemeinschaft

  1. Liebe Britta, vielen Dank für Deine Gedanken zum Dekowahn schon ab Anfang November und teilweise noch früher. Ich sehe das auch eher kritisch und bin die, die dann als Spaßbremse gilt wenn ich erstmal ein Thema abschließen möchte (in diesem Fall St. Martin) bevor ein neues beginnt. Dazu gehört auch der Wechsel der Dekoration.

    Hab eine feine Woche, ich starte jetzt auch mal in den Tag. Liebe Grüße an Dich von Katrin

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  2. O ja, das mit den vielen Terminen und dem „Aufrüsten in Sachen Deko“ an Weihnachten… das scheint immer mehr zuzunehmen und ich versuche immer mehr, mich herauszunehmen. Soweit es eben geht, klappt nicht immer. Mal gucken, wie es die nächsten Wochen hier wird.
    Heute wünsche ich dir einen guten Start in die neue Woche und freue mich auf unser nächstes „Wiederlesen“.
    Liebe Grüße
    Anita

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  3. Ich bin da ganz bei Dir – mein Chef und ich haben am Donnerstag den Weihnachtsbaum vom Speicher geholt, einfach weil es sich zeitlich gerade so ergeben hatte, dass wir beide das machen können. Geplant war, dass der Baum in dieser Woche Freitag aufgestellt und dekoriert wird – meine Kollegin hatte am letzten Freitag aber scheinbar so viel Langeweile, dass sie den Baum schon aufgestellt und komplett dekoriert hat. Mir hat es damit die komplette Vorfreude auf den Advent verhagelt, weil ich schon jetzt diesen dekorierten Weihnachtsbaum anschauen muss. Ich reite nicht auf dem Totensonntag herum, aber man könnte sich zumindest an die Adventszeit halten. Nächstes Jahr stehen die ersten Dekorationen sicherlich zeitgleich mit den ersten Lebkuchen …..

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