Reflexion der Woche: Gesundheit, Kreativität und mehr

In der vergangenen Woche haben mich große und kleine Themen bewegt. Rückblickend stelle ich wieder einmal fest, auch wenn mich Schlagzeilen oder Nachrichten treffen oder nachdenklich machen: Ohne diesen Rückblick wären sie in der täglichen Informationsflut doch wieder vergessen worden.

Diese Tatsache ärgert mich, denn es entspricht nicht meiner Vorstellung von mir selber. Ich möchte mich mit diesen Themen eingehender beschäftigen und doch empfinde ich mich als oberflächlich. Weil alles wirkt wie flüchtige Gedanken.

Ich lade dich ein, mich auf meiner Rückschau zu begleiten und am Ende des Beitrages in den Kommentaren gerne meine Frage zu beantworten.

Mit welchem Thema hättest du dich diese Woche gerne mehr auseinandergesetzt?

Samstag, 15.11.25

Der Wecker klingelt in der Früh. Ich bin wirklich froh, dass Die Freundin mich zum Einkaufen abholt. Damit entfällt eine Radfahrt mit übermäßigem Gepäck.

Mittags habe ich mir endlich die Pasta gegönnt, die ich mir bereits seit Tagen machen wollte. Die Champions sahen dann doch nicht mehr so gut aus. Daher habe ich auf sie verzichtet.

Den Rest des Tages habe ich vergammelt und begonnen mir die Serie Absentia bei Netflix noch mal anzuschauen. Nebenbei habe ich, mit mäßigem Erfolg, die Strickmühle der Aachenerin ausprobiert.

Sonntag, 16.11.25

Ein mittelschwerer kreativer Schub befiel mich am Sonntagmorgen. Ursprünglich wollte ich nur die Termine der kommenden Woche in meinem Kalender aktualisieren. 

Doch dann eskalierte ich mit Wasserfarben, Klebebildern und Stiften. Jetzt gibt es bereits den komplett gestalteten Dezember und die letzten beiden Wochen im November wurden auch recht bunt.

Das ursprünglich geplant Backevent wurde verschoben. Denn meiner Mitbewohnerin ging es ähnlich. Während ich mich für eine Tasse Kaffee in das usselige Wetter traute, hat sie die Nähmaschine ausgepackt und zum ersten Mal Gas gegeben. Als ich nach zwei Stunden wieder kam, wurde ein Kissen fertiggestellt.

Montag, 17.11.25

Der Montagsstarter war mit das kreativste, dass ich am Montag auf die Beine gestellt habe. Vielleicht gehört der Vertretungsplan Nr. 10 auch dazu.

Heute begegnete mir dann eines dieser Themen, von denen ich in meiner Einleitung sprach.

Das Gesundheitssystem

Martina, von der Kleinen Hexerei, arbeitet selber in unserem Gesundheitssystem und sollte sich eigentlich von nichts mehr überraschen lassen. Doch die Suche nach einem zeitnahen Facharzttermin war für sie in dieser Woche mehr als frustrierend. Letztendlich bekam sie ihn nur, weil sie die wichtige Untersuchung als Selbstzahler buchte.

Ich selber machte am heutigen Tag ähnliche Erfahrungen.  Meine alljährliche Krebsvorsorge beim Gynäkologen stand an. Letztendlich hat sie mich knapp 60 Euro gekostet. Was mich ärgert ist die Tatsache, dass die IGEL Leistungen vor einigen Jahren noch von der Krankenkasse getragen wurden. Wenn ich sie nicht selber zahle kann, brauche ich gar nicht erst zur Vorsorge gehen. 

Dazu kommt dann noch die Diskussion mit dem Arzt, wenn man auf sie verzichten möchte, dass man fahrlässig mit seiner Gesundheit umginge.

Aus Zeitgründen konnte eine Untersuchung, die ich ebenfalls selber zahle, nicht durchgeführt werde. Hierzu bekam ich im März 2026 einen Termin.

Ohne Worte.

Dieser Satz steht in meiner aktuellen Lektüre „Eifelfrauen. Das Haus der Füchsin„von Brigitte Riebe. Jeden Morgen gönne ich mir eine halbe Stunde Lesezeit. Heute am Esstisch, denn im Bett wäre ich wohl wieder eingeschlafen. Die Nacht war zu kurz, denn die Blase des Hundes hatte Pläne.

Dienstag,18.11.25

Spontane Backaktion vor Arbeitsbeginn. Seit Tagen habe ich Lust auf Donuts. Für mich heißt es selber backen. Sportliche Aktion mit leckerem Endergebnis.

Das zweite Thema, dem ich in dieser Woche gerne mehr Aufmerksamkeit geschenkt hätte. Beim Lesen hat es mir dem Appetit verschlagen . Alleine das Bild gerade wieder anzuschauen, lässt Bilder in meinem Kopf aufsteigen, die die Frage beinhaltet

Was machen wir Menschen da ? Was ist das für ein Wahnsinn ?

Nachtrag am Samstag: Mittlerweile ist das Containerschiff vom Radar verschwunden. Bisher konnte man es quasi verfolgen.  Tierschützer vermuten, die Crew hat das Signal ausgeschaltet.  So oder so. Die Tiere werden für unseren Wohlstand elendig verrecken. Sie sind seit Wochen stehend unterwegs. Und ja, ich habe diese Woche Fleisch gegessen, weil ich es Kühlschrank hatte. Heute werde ich für mich keins kaufen. Mal sehen, wohin mich das Thema privat führt.

Mittwoch, 19.11.25

Der Elternsprechtag der Novembertochter führte mich nochmal in die Schule. Durch die Spiegelung konnte man den Spruch nicht gut lesen. Kurzerhand habe ich ihn als Text auf das Foto gespickt.

Der Mittwoch war kalt und nass – nicht gerade ideal fürs Radfahren. Also fuhr ich am Nachmittag mit einer Schüssel Muffins zur Schule, gedacht für das Buffet in der Schule. An der Bushaltestelle erfuhr ich zuerst, dass der Bus ausfällt, und kurz darauf rief meine Tochter an: Die Muffins werden gar nicht gebraucht.

Neben mir warteten ein paar Schüler, die online „Werwölfe vom Düsterwald“ spielten. Da die Muffins zu Hause ohnehin niemand gegessen hätte – sie waren nicht glutenfrei –, verteilte ich sie kurzerhand an die Gruppe.

Donnerstag, 20.11.25

Internationaler Tag der Kinderrechte

Nachdem ich den Blogbeitrag geschrieben hatte, entschied ich mich, die diesjährigen Weihnachtskarten von unicef zu beziehen.

Kostenfreie Periodenprodukte

Das dritte Thema, dass mich beschäftigte und auf jeden Fall vertieft werden wird, ist die Tatsache, dass es in unserem Land Frauen und Mädchen gibt, die sich die monatlichen Periodenprodukte nicht leisten können. Zufällig hatten die Novembertochter und ich ein Gespräch darüber. Gleichzeitig begegnet mir dieses Thema bei Plan International. Der folgende Link für dich zur Aktion von Another period is possible.

Nachtrag am Samstag: Die Tochter fände es gut, wenn ich mehr über dieses Thema schreibe und mich bei Insta und TikTok dafür starkmache. Sie selber ist nicht aktiv in den sozialen Medien unterwegs. Das Thema ist ein Thema an ihrer Schule.

Freitag, 21.11.25

Zum Ende der Woche gibt es im besten Fall am Morgen den Freitagsfüller. So auch heute. Vielen Dank für die Genesungswünsche. Heute geht es mir gefühlsmäßig deutlich besser, allerdings habe ich gestern auch in der Schule sehr viel weniger bis gar nicht gesprochen. Für die Kinder war das überhaupt kein Problem. Eine Aussage hat mich sehr berührt: “ Hauptsache du bist da Frau Sevenich“. Da war er dann, der kleine Moment, der mir zeigt, warum ich eben doch noch in der Schule arbeite.

Es wird schon wieder dunkel, da machen wir uns auf den Heimweg. Nach Arbeitsschluss noch den Hund abgeholt und dann geht es nach Hause. In der Schule brennt noch Licht. Flötenunterricht ist angesagt.

Auf Instagram begegnete mir das dritte Thema. Der „Plastiktannenbaum“. Ich, die immer wieder darüber schreibt, dass wir Plastik vermeiden, am besten gar nicht konsumieren sollen, muss gestehen – ich habe so einen Plastikbaum.

Das habe ich auch Petra vom Blog plastik_sparen geschrieben. Viele Beiträge habe ich schon von ihr geteilt, Tipps von ihr übernommen oder einfach nur zugestimmt. Auch diesen Beitrag fand man in meiner Instagram Story. Doch ich möchte authentisch sein und wer mich privat kennt, weiß, dass ich so einen Baum habe.

Also stand in meiner Story, dass ich einen habe. Bei Petra möchte ich mich auch in dieser Stelle für den guten Dialog bedanken. Und ja – sie hat recht. Ein Plastikbaum ist keine gesunde Alternative. Nicht für uns und auch nicht für den Planeten. Vielleicht ist ein Umdenken vonnöten. Denn auch die Weihnachtsbaumplantagen und die Wegwerkmentalität „Aktion Weihnachtsbaum“ sind keine Lösungen.

Am Nachmittag in der Betreuung habe ich mich entschieden innerhalb der Räume Aufsicht zu führen. Die Kollegen waren einverstanden und so hatte ich endlich noch einmal Zeit für die Spielstube.

Überrascht hat mich eine Erstklässlerin, die das Spiel „Das verrückte Labyrinth“ für Kinder ab 5 nicht kannte und damit überfordert war. Wir haben dann „Plitsch, Patsch, Pinguin“ gespielt. 

Andere Kinder ließen sich das Spiel“ Häuptling Wackenix“ und „6 nimmt“erklären. Dabei wurde mir wieder einmal schmerzlich bewusst, dass wir zwar tolle Spiele in den Regalen haben, aber keine Zeit, den Kindern etwas zu erklären. Leider kennen auch zu wenige Kinder Gesellschaftsspiele und wenn, dann meistens aus dem Kindergarten.

Zum Abschluss möchte ich noch einmal an meine anfangs gestellte Frage erinnern und dich bitten, in den Kommentaren zu antworten.

Mit welchem Thema hättest du dich diese Woche gerne mehr auseinandergesetzt ?

Damit endet mein Wochenrückblick. Ich bedanke mich für deinen Besuch.

4 Gedanken zu „Reflexion der Woche: Gesundheit, Kreativität und mehr

  1. KOMMENTAR EINER LESERIN

    Ich kann auf deinem Blog, warum auch immer nicht kommentieren. Trotzdem möchte ich die Frage beantworten.
    Mit welchem Thema hättest du dich diese Woche gerne mehr auseinandergesetzt ?

    Nachdem ich deinen Blog gelesen habe, gibt es 2 Themen, erstens endlich mal bei Book Journal in Angriff zu nehmen und zum zweiten tatsächlich die weibliche Energie der Rauhnächte. Wie immer war die Woche zu voll oder andere Dinge rückten in den Vordergrund. Ich habe mir fest für die kommende Woche Zeit freigeschaufelt um die beiden Dinge angehen zu können.
    Hab ein schönes Wochenende 🫶🏼

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  2. Ich bin ganz ehrlich, aktuell drücke ich mich vor schweren Themen und zu negativen Nachrichten und Versuche Türschiffen, Klimawandel und was noch so alles auf uns einprasselt aus dem Weg zu gehen. Der Herbst ist für mich schon terminlich und auch emotional genug. Trotzdem hat mich diese Woche ein Thema interessiert und das war der internationale Vorlesetag, der war nämlich am Freitag (21.11.).
    Ich lese meiner Tochter vor seit sie 6 Wochen alt ist. An Anfang eher für uns als für sie. Mittlerweile ist sie 10 Jahre und wir dürfen ihr immer noch vorlesen und das ist kein Sarkasmus. Ich denke schon mit Schrecken dran, wenn sie das nicht mehr möchte, weil es doof oder peinlich ist…
    Schön fand ich die Bilder in den Sozialen Medien, die sowohl unseren Pfarrer als auch Bürgermeister beim Vorlesen in den Kindergärten zeigten. Das hat mir gut gefallen. Und hat mich mal wieder überlegen lassen ob ich Vorlese Pate in einer Schule oder Kindergarten werden soll … mal sehen.

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