Wenn Kinder uns spiegeln, was wirklich zählt
Der heutige Wochenrückblick ist sehr persönlich. Normalerweise bin ich ein Mensch, der klare Entscheidungen treffen kann. Schnell und effizient. So sieht es im Außen immer aus. Doch es sind Prozesse die mal schnell und mal weniger schnell ablaufen. Andeutungsweise schreibe ich hier darüber. Mein näheres Umfeld hat da deutlich mehr mit meinen Monologen zu kämpfen. Grins – ich danke Euch fürs Aushalten.
Warum darüber schreibe – bin ich gefragt worden. Die Antwort kommt tatsächlich vom Teenager: “ Manchmal sieht es so aus, als würdet ihr Erwachsenen immer alles wissen und euch immer total sicher sein. Zu sehen, dass du als meine Mutter, genauso viel darüber nachdenkst wie ich, bevor ich eine Entscheidung treffe,ist mir eine große Hilfe.“
Ich weiß nicht, wer hier mitliest. Einige Menschen kenne ich persönlich, andere überhaupt nicht. Aber in einer perfekten Welt von Social Media, wo alles immer so einfach ist, möchte ich zeigen, nicht immer ist alles einfach.

Themenwechsel:
Jeden Morgen eine halbe Stunde lesen, das ist mein Plan. Damit das auch Spaß macht, war ich am Samstag nach dem Kaffee mit den Samstagsfrauen in der Stadtbücherei. Ein Stapel Bücher hat mich verlassen, aber man muss kein Hellseher sein, um zu wissen, dass ein neuer eingezogen ist. Ursprünglich hatte ich vor am Nachmittag zum Spieletreff zu gehen, doch Ruhe war das, was ich brauchte und so blieb ich zu Hause. Wie sich herausstellte, war es eine gute Idee, denn in die nächsten Tage sollten kräftezehrend auf mehreren Ebenen werden.
Sonntag, 12.10.25
„Ein Sonntag im Bett ist gemütlich und nett“. Dieses Lied ist von Wencke Myhre und es ist klingt öfters durch meinen Kopf. Genau das habe ich gemacht, allerdings bin ich mit dem Bettzeug aufs Sofa umgezogen.
Nachdem ich die ersten Zeilen gelesen habe, hat mich das Buch traurig gestimmt. Ich lese es trotzdem, auf der Suche nach Hoffnung.

Klappentext:
Eine Kammer hoch im Norden, gefüllt mit Pflanzensamen aus aller Welt. Drei Brüder und ihre Großmutter, vereint in der Hoffnung, dieses letzte Band zwischen Mensch und Natur zu behüten.
Tommy wächst in der kargen Landschaft Spitzbergens mit zwei Brüdern bei seiner geliebten Großmutter auf. Als wichtigste Lebensweisheit gibt sie ihm mit: In einer großflächig zerstörten Welt ist die Saatgutkammer ein Schatz, der mit allen Mitteln beschützt werden muss. Tommy soll diese Aufgabe später von seiner Großmutter übernehmen. In eindrucksvollen Bildern und mit viel Wärme erzählt Maja Lunde von der Bedeutung des Familienzusammenhalts und von unserem Umgang mit der Natur. Sie beschäftigt sich mit den drängenden Fragen unserer Zeit: Wie wurde der Mensch zu einer Spezies, die alles verändert hat? Und sind wir selbst eine bedrohte Art?
Es ist der vierte Band einer Serie, von der ich nur Band 1 kenne.
Montag, 13.10.25
Herbstferien. Ferienbetreuung. In dieser Woche findet sie nicht in unseren Räumen statt. Ich radele also in den Nachbarort. In meinen Anfängen der Betreuung vor gut neun Jahren habe ich dort als sogenannte „Springerin“ gearbeitet. Mittlerweile gibt es eine neue Leitung und die Räume wurden anderes gestaltet. Doch dieses Spiel, das ich wirklich liebe, gibt es immer noch.

Bei den sanitären Anlagen für die Betreuer*innen hat sich nichts geändert. Humor ist, wenn man trotzdem lacht. Ein Blick ins Internet zeigt, die Dinger feiern ein Comeback und werden für viel Geld, unter anderem schwarz hoch lackiert, wieder verkauft. In diesem Sinne ist diese Schule ihrer Zeit voraus.

Meine Gedanken zum Thema Herbstferienspiele habe ich im Montagsstarter festgehalten.
Dienstag, 14.10.2025
Wie im Montagsstarter angekündigt, hat am Abend ein Gespräch stattgefunden. Es lief komplett anders als gedacht. Manchmal ist das so.
Ansonsten war der Tag körperlich sehr anstrengend. Gestern acht Stunden sitzen und heute das Gegenteil. Wie sich herausstellte, ist es dann auch mein letzter Tag und ich konnte mein Bastelprojekt nicht zu Ende führen.

Dabei liebe ich es, mit Zeitung und Kleister zu basteln.
Der Abend endete mit der etwas mystischen Serie „Sea Shadows“, die ich in der ARD Mediathek gefunden habe und einem leckeren Essen, gemeinsam mit der Novembertochter.

Ein Trawler mit 14 Seeleuten verschwindet spurlos vor der Küste der Normandie. Die Ozeanologin Abigail Dufay (Fleur Geffrier) kehrt zurück in ihre Heimatstadt Fécamp, um das Rätsel zu lösen. Vor Ort soll sie mit Oberkomissar Prigent (Jonas Bloquet) kooperieren, für den feststeht, dass es sich angesichts internationaler Spannungen im Fischfang sowie dem Protest lokaler Umweltaktivisten um eine kriminalistische Untersuchung handelt. Während sich jedoch bald abzeichnet, dass es sich um eine völlig unbekannte Bedrohung aus der Tiefe des Meeres handelt, muss sich Abigail außerdem den Schatten ihrer Vergangenheit stellen.
Quelle Foto und Text: ARD
Mittwoch, 15.10.25
Gestern gingen die Ferienspiele für mich zu Ende – und ehrlich gesagt, kam das genau zur richtigen Zeit. Die Kinder-Betreuer-Konstellation war mehr als gut besetzt, sodass es fast einer Eins-zu-eins-Betreuung glich. Also habe ich spontan beschlossen, ein paar Überstunden abzubauen. Rückblickend: eine der besten Entscheidungen dieser Woche.
Endlich einmal ausschlafen, gemütlich einkaufen gehen, Arzttermine vereinbaren, Gespräche führen – und mir vor allem die Zeit nehmen, die körperlichen Anstrengungen der letzten Tage wirklich zu verarbeiten. Montag acht Stunden fast durchgehend sitzen, Dienstag dann stundenlang stehen – das steckt mir noch in den Knochen. Ich merke, wie sehr mein Körper nach Ausgleich verlangt.

Inspiration während der Morgenrunde

Herr Bretone im Glück. Das Rudel ist komplett.

Ahnenfeuer
Die To-Want-Liste mit meinen Zielen für das 4.Quartal ist heute online gegangen. Denn der Tag bot genügend ruhige Arbeitszeit hierzu.
Donnerstag, 15.10.25
Der heutige Tag stand ganz im Zeichen meines Ausflugs nach Maria Laach. Imposant wartete das Gotteshaus auf den Besucher. Schon beim Betreten der Abtei spürte ich diese besondere Mischung aus Geschichte, Stille und erdiger Kühle. Und doch – wirkliche Andacht zu finden, war gar nicht so leicht. Trotz der geforderten Ruhe im Kirchenraum war ständig etwas los. Es wurde getuschelt, Bänke knarrten und man war wirklich nicht alleine.
Zwischendurch gelang es mir jedoch, in kurzen Momenten ganz bei mir zu sein – besonders am Marienaltar. Dort konnte ich dann auch meine Gebete sprechen.

Natürlich haben wir auch jede Menge gequatscht – und genau das war besonders schön. Die Gespräche waren eben anders als bei unseren üblichen Samstagstreffen. Wir hatten Raum für andere Themen und überraschende Einblicke. Jede von uns konnte die anderen von einer ganz neuen Seite kennenlernen.(Denke ich zumindest)
Auch die Kamera kam nicht zu kurz: Es sind wirklich tolle Fotos entstanden! Aber die zeige ich dir nicht heute – dieser Ausflug verdient seinen eigenen Beitrag. Morgen geht er online.
Freitag, 16.10.25
Natürlich weiß ich, dass ein Gebet oder eine Bitte nicht so funktioniert wie eine Google-Suche – Frage eingeben, Antwort erhalten, fertig. Und doch ertappe ich mich manchmal genau bei dieser Erwartung.
Aber das Leben – oder nennen wir es ruhig das Universum – hatte offenbar ein Einsehen. In der Nacht kam eine WhatsApp, am Tag darauf ein unerwarteter Besuch. Und plötzlich war alles ganz klar, denn die Antwort lag seit Wochen vor mir. So spielt das Leben eben.
Ich werde hier an dieser Stelle nicht näher auf das Wieso, Weshalb und das Warum eingehen. Das ist mir zu privat. Aber wenn du mehr wissen willst, können wir uns gerne über Mail austauschen.
Im Freitagsfüller habe ich die Frage gestellt, wie meine Leser mit der inneren Stimme umgehen. Bisher habe gab es noch nicht viele Antworten darauf. Vielleicht magst du unter diesem Beitrag einen Kommentar hinterlassen?

Das 1000er-Puzzle ist endlich geschafft – dank der Löwentochter, die mit Adleraugen die letzten fehlenden Teile gefunden hat. Ein gutes Gefühl, das Kapitel abschließen zu können, denn aus der Klosterbuchhandlung habe ich mir schon die nächste Herausforderung mitgebracht.
Es stellte sich übrigens heraus, dass meine Töchter einige Märchen gar nicht kennen. Ich war mir sicher, ich hätte sie ihnen vorgelesen – aber offenbar trügt die Erinnerung. So kann man sich täuschen.
Apropos Töchter: Beide haben mir offenbart, dass sie meinen Blog nicht lesen. Ganz ehrlich – ich musste lachen. Wie ist das bei euch anderen Bloggerinnen und Bloggern? Interessieren sich eure erwachsenen Kinder für das, was ihr in der digitalen Welt so teilt?

Wie läuft es mit der To-Want-Liste ?
Am Mittwochabend habe ich, knapp eine Woche später als die anderen Teilnehmer, meine To-Want-Liste für das 4. Quartal 2025 veröffentlicht. Bis Dezember werde ich dir am Ende des Wochenrückblicks erzählen, wie es so läuft mit den Plänen.
Reisen: Am Donnerstag habe ich mit der Aachenerin und der Freundin einen Ausflug zum Kloster Maria Laach gemacht. Für die Aachenerin ein Tag voller Emotionen, für mich ein Tag voller Glück, denn ich war ewig nicht mehr dort. Und mit dem ÖPNV ist es wirklich ein weiter Weg. Meine Eindrücke hierzu findest du in dem Beitrag Ausflug zur Benediktinerabtei
Blogumzug: Bis Ende November habe ich Zeit, den Blog umzuziehen oder hier zu bleiben. Gestern habe ich mich erstmalig intensiv mit wordpress.org und dem Hosting auseinandergesetzt. Wie bei so vielem ist es eine Frage des Geldes. Als Erstes muss ich nun abwägen, ob das vermeintliche MEHR ein echtes MEHR ist.
Gesundheit: Die ersten 20 km der anvisierten 100 km sind bereits geradelt. Ich bin dann doch mehr mit dem Rad unterwegs, als ich gedacht habe.
Wie geht es dir? Hast du bestimmte Ziele, die du in diesem Jahr noch umsetzen möchtest? Wie war deine Woche?
Wer bis hier mitgelesen hat, hat 1504 Wörter gelesen. Ich dachte, das solltest du wissen.
Vielen Dank für deinen Besuch.
Ein Sonntag im Bett
ist gemütlich und nett,
und wer das nie erlebt,
hat sein Leben nie gelebt.
Ein Sonntag im Bett
macht das Weekend erst komplett,
und wer das nicht kapiert,
der hat das noch nie probiert.
Quelle: Wencke Myrhe
Witzig, meine Monster lesen meinen Blog sehr gerne. …
Es ist gut, dass du Zeit für dich hast und keine Ferienbetreuung übernehmen musst.
Lieben Gruß
Andrea
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