Die Einleitung zu meinem Wochenrückblick schreibe ich immer zuletzt. Vorher lese ich mir noch einmal alles durch, was mich in den vergangenen Tagen bewegt oder begleitet hat. Diese Woche war insgesamt sehr emotional, auch wenn hier nicht alles Platz findet. Beruflich ist es etwas ruhiger geworden – Raum für Gespräche, die längst fällig waren und mich zugleich stark aufgewühlt haben. Ein Informationsgespräch am Mittwoch hat mir gezeigt, dass mein Bauchgefühl mich nicht trügt. Es tut gut, darin bestätigt zu werden.
Das Novemberkind und ich haben uns in den letzten Tagen oft nur zum Frühstück gesehen – ein Hinweis darauf, wie selten ich nach der Arbeit zu Hause war. Doch die Termine waren notwendig, und seit Donnerstag haben wir wieder viel gemeinsame Zeit. Das ist mir wichtig, denn Familie steht für mich über allem Beruflichen.
Das Wenige, das ich vom Weltgeschehen mitbekomme, erschreckt mich. Umso wertvoller erscheinen mir Menschen wie Jane Goodall, über die ich im Wednesday Cover geschrieben habe – und die in dieser Woche, mit 91 Jahren, mitten auf einer Vortragsreise gestorben ist. Nie im klassischen Sinn studiert und doch voller Wissen, vor allem aber voller Empathie. Stimmen wie ihre fehlen schmerzlich.
Und nun geht es weiter mit meinem Rückblick.
Samstag, 27.09.25
Es gibt Tage, da weißt du: Danach ist nichts mehr, wie es vorher war. Es wird ein Davor und ein Danach geben. Über die Samstagsfrauen habe ich hier schon häufiger erzählt. Doch eigentlich erzähle ich nichts, denn es gibt nichts zu erzählen. Wir lachen, wir lästern, wir vertrauen uns traurige Momente an, wir trösten – und bei aller Albernheit und Lautstärke können wir auch ganz leise werden.
So war es heute. Wir wurden alle still, als eine von uns sprach. Und dann haben wir auf das Leben angestoßen.

Sonntag, 28.09.25
Wenn ich den Tag zusammenfassen möchte, dann mit diesen Worten:
Nie wieder ist heute.
Am letzten Sonntag im September fand ein Gottesdienst mit anschließender Kranzniederlegung statt. Dabei wurde der Gefallenen der beiden Weltkriege sowie der Opfer aktueller Konflikte weltweit gedacht. Die Ansprache des Bürgermeisters fiel in diesem Jahr besonders eindringlich aus. Mit Verweis auf internationale Aggressoren, eigenwillig agierende Staatsoberhäupter und eine Partei, die in Deutschland für kontroverse Diskussionen sorgt, lenkte er den Blick auf die Situation in unserer Stadt. Dort wird selbst der Pfarrer für seine Worte und Meinungen persönlich angegriffen.
Es ist eine Zeit, in der ich meiner Tochter davon abrate, mir nachzueifern und ihre Meinung offen zu äußern – zu ihrem eigenen Schutz.
Nie wieder ist jetzt.
Montag, 29.09.25
Das Thema Wahlen ist fürs Erste einmal durch. Auch die Stichwahlen sind vorbei. Ob sie gut oder schlecht ausgegangen sind, ist wie immer eine Frage der Perspektive.

Die, die gewählt wurden, müssen jetzt zum Tagesgeschäft zurückkehren und zeigen, ob es richtig war, ihnen die Stimme zu geben.
Wieder im Alltag angekommen, bin auch ich zurück im Büro und in der Betreuung. Heute habe ich mit den Kindern zusammengesessen, einen Webrahmen neu bespannt und dabei gemerkt, wie schade es ist, dass ich nicht mehr zum Dienstagstreff der Strickfrauen gehen kann. Am Samstag habe ich außerdem einen Pullover entdeckt, der mir so gut gefällt, dass ich ihn gerne nach stricken möchte. Mal sehen, was daraus wird.
Wie in jedem Jahr habe ich mich bei Judith Peters zum Blogtoberfest angemeldet. Zweimal habe ich bereits teilgenommen. Ich finde es total spannend zu sehen, wie sich meine Art zu bloggen in den letzten beiden Jahren verändert hat und ich mir trotzdem treu bleibe.
Meine To-Want-Liste für das 4. Quartal 2024
Dienstag, 30.09.25
Ein Renner in der Betreuung sind immer wieder die Kapla-Steine mit denen riesige Türme gebaut worden. Nach Fertigstellung kommen die Kinder immer zu mir, damit ich sie und ihr Werk fotografiere. Anschließend stelle ich das Bild auf die Online-Pinnwand und sie können zu Hause ihren Eltern zeigen, was sie erbaut haben.

Heute habe ich bereits den zweiten Blogartikel in dieser Woche veröffentlicht. Nach dem Montagsstarter gab es heute die Antwort auf die Montagsfrage: Wo kauft ihr eure Bücher? Als ich den Beitrag am Sonntag vorbereitete, fiel mir auf, hier gab es länger nichts aus der Grünen Ecke.

Tja und dann kam noch ein Paket für mich an. Die Verpackung hatte sehr gelitten, aber im Inneren war alles schön.
Mittwoch, 01.10.25
Auf Instagram lädt maralou vollverlettert zum Junk Journal Oktober ein. Und da ich eh mit meinem Bullet Journal so was von dahinter her hänge, habe ich spontan beschlossen mitzumachen.

Im Chor proben wir für unser Cäcilienfest und haben noch mal eine „alte“ Messe, die noch ganz gut sitzt, heraus gekramt. Ich mag sie einfach.
Donnerstag, 02.10.25
Am Ende des Tages ging es mir wie gestern. Mein Körper wollte mir etwas sagen und ich habe ihm zugehört. Stress, zu viele Gespräche, zu viele Spannungen. Er wollte Ruhe. Also Fernseher, PC, Tablet und letztendlich Mobilgerät aus.
Puzzeln hat etwas Meditatives. Musik im Kopf oder Gespräche, sie alle verklingen nach einiger Zeit.

Freitag, 03.10.25
Wie ich bereits im Freitagsfüller erwähnt habe, war der Freitag ein Tag voller Ruhe und reduzierter Gespräche. Etwas, was mir sehr gutgetan hat. Am Ende des Tages konnte ich dieses Buch tatsächlich noch abschließen.

So geht eine Woche zu Ende, die mich auf vielen Ebenen bewegt hat – im Kleinen wie im Großen. Gerade in Zeiten, in denen das Weltgeschehen oft schwer auszuhalten ist, halte ich mich an Menschen und Momente, die Mut und Mitgefühl schenken.
Jane Goodall sagte einmal:
„Was du tust, macht einen Unterschied, und du musst entscheiden, welche Art von Unterschied du machen willst.“
Mit diesem Gedanken blicke ich nach vorn – dankbar für die Nähe zu den Menschen, die mir wichtig sind, und aufmerksam für das, was auf meinem Weg liegt.
Da war viel los bei dir, liebe Britta, innen wie außen. Ich wünsche dir eine gute neue Woche.
Viele liebe Grüße
Anita
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