Mein Wochenrückblick vom letzten Sonntag endete mit dem Hinweis, das Weihnachten „vor der Türe steht“. Auch diese Woche spielte Weihnachten ein Thema. Silvia sucht wieder 24 Teilnehmer für den Adventskalender. Ich bin in diesem Jahr nicht dabei. Vieles, was ich mir für dieses Jahr vorgenommen habe, ist überhaupt nicht zustande gekommen. Somit habe ich beschlossen, nichts zu planen, was das 2. Halbjahr des Jahres angeht.
Einfach Woche für Woche, Moment für Moment leben. Das ist der Plan. Daher gibt es heute auch keinen langen Vortext. Ich nehme dich direkt mit in meinen Alltag der letzten Tage.
Montag, 28.07.25
Liebes Tagebuch,
ich habe die Hunderunde am Morgen verändert. Daher spaziere ich seit einigen Tagen jeden Morgen an einem wunderschönen Garten vorbei. Er gehört zum Haus meiner ehemaligen Religionslehrerin und ihrem Mann. An der Grenze zur Straße steht ein großer Walnussbaum. Seine ausladenden Äste hängen über den Zaun hinweg und spenden an heißen Tagen auch Fußgängern Schatten.

In der keltischen Mythologie steht er unter anderem für die Standhaftigkeit, die durch seine tiefgreifenden Wurzeln symbolisiert werden. Ein Symbol, dass ich gerne mit in diese Woche nehmen. Genauso wie die Erinnerung, meine Verbindung zur Natur nicht zu vernachlässigen.
Dienstag, 29.07.25
Liebes Tagebuch,
nachdem ich in der Schule mein altes Büro umgezogen habe, hatte ich am Abend keine Lust mehr in meinem Haushalt großartig umzuräumen. Die täglichen Routinearbeiten hatte ich sinnigerweise bereits am Morgen erledigt. In der Pause war ich kurz zu Hause, doch Herr Bretone kommt, glaube ich, besser, mit der Situation klar, wenn ich erst nach Feierabend heimkehre und dann auch dort bleibe.
Der einzige Regenguss des Tages und ich mit Fahrrad mitten drin. Meine Pause war zu Ende, es sind nur 750 Meter bis zur Arbeit. Doch die reichten aus, um mich bis auf die Haut zu durchnässen, trotz Regenjacke. Ich liebe Sommerregen oder eher Sommergüsse, aber nicht, wenn ich danach in nassen Klamotten im Büro sitzen muss. Grins.

Bäumen und Sträuchern gefällt der Regen. Trotzdem leiden sie unter der Dürre, die im Stillen stattfindet. Die Perlbachtalsperre in der Eifel leidet unter Wassermangel, sodass Orte wie Nideggen,Roetgen und die Gemeinde Simmerath in der Eifel ein Problem haben. Sie bekommen jetzt Wasser über eine Leitung zur Wasseraufbereitungsanlage. Zitat aus der Zeitung:
Diese Maßnahme sei in Folge von „ausbleibenden abflusswirksamen Niederschlägen im Einzugsgebiet und zur Wahrung einer Reserve in der Perlenbachtalsperre“ nötig geworden, teilt Gerhard Schmitz als Leiter des Wasserwerks Perlenbach mit.
Rund um unsere Stadt ist es in den letzten Wochen häufiger zu Flächenbränden gekommen.
Mittwoch, 30.07.25
Liebes Tagebuch
zur Freude von Herrn Bretone ging es heute in den Garten der Würfelkönigin. Nachdem er dort ausgiebig rennen konnten, hat sie uns noch auf einen kleinen Spaziergang begleitet. Ich finde, beim Gehen entstehen oft Gespräche, die an einem Tisch sitzend gar nicht in Gang kommen. Wir haben uns über unsere Freundschaft und den Altersunterschied zwischen uns unterhalten. Dieses Gespräch hatte ich gestern Abend tatsächlich mit einer anderen jungen Frau auch. Beide Frauen sind wie ich der Meinung, dass das Alter keine Rolle spielt. Es geht um die menschliche Reife eines Einzelnen. Ausschlaggebend war tatsächlich meine Bemerkung, dass ich in Gesprächen das Gefühl habe, mit gleichaltrigen Frauen zu sprechen. Sie umgekehrt aber auch das Gefühl haben, ich wäre mit ihnen im gleichen Alter.
Was meinen Konsumalltag angeht, denke ich ja oft, dass ich viel zu viel Kram habe. Aber auch, wie schwer es ist, weniger Müll zu produzieren. Also ich, für mich. Heute habe ich aus beruflichen Gründen einen Ausflug in die Metro und nach Action machen müssen. Ein Plastikschock für mich. Ich hatte es einfach ausgeblendet. Natürlich war ich schon in beiden Konsumtempeln. Vor allem im letzteren Geschäft fehlt es mir an Qualität der Ware. Ich bin gespannt, wie lange die Teile, die wir dort gekauft haben, halten.

Quelle des Fotos ist der Bericht des NABU mit interessanten Fakten.
Das Thema Plastik vermeiden ist in meinen Alltag verankert. Doch irgendwie habe ich das Gefühl, dass wir (ich) den Kampf gegen die großen Konzerne verlieren. Mikroplastik ist in unserem Wasser, in unserem Blut. Es macht uns krank. Wenn wir dicke Pickel im Gesicht bekämen, wenn wir Plastik in unserem Körper aufnehmen, würden viel mehr Menschen sich an diesem Kampf beteiligen. Schon Babys nehmen es in ihrem Körper entweder über die Muttermilch oder das Wasser für ihre Fläschchen auf. Vielleicht auch schon im Körper ihrer Mutter. Ist das nicht eine furchtbare Vorstellung?
Wir atmen Mikroplastik täglich ein. Immer noch nicht ist erwiesen, welchen Schaden diese Mikroplastik in uns anstellt. Amerikanische Studien zeigen, dass es Auswirkungen auf chronische Krankheiten, aber auch auf die Fortpflanzungsorgane hat. Bevor ich jetzt ins Lamentieren komme, beende ich meine Gedanken an dieser Stelle.
Donnerstag, 31.07.25
Liebes Tagebuch,
ich kann einfach nicht aus meiner Haut. Der berufliche Alltag ist sehr kräftezehrend diese Woche und das liegt nicht an den Kindern. Immer wieder werden mir Steine in den Weg gelegt, sodass ich die Aufgaben, die dringend geplant waren und erledigt werden müssen, nicht erledigen kann. Meine Pause habe ich genutzt, um den Kopf freizubekommen und wieder bei mir anzukommen. Das hat wirklich geholfen.
Meine Erkenntnis des Tages: Ich muss mich nicht beweisen!
Freitag, 02.08.25
Liebes Tagebuch
mit einem Besuch in der Bücherei starte ich ins Wochenende.

Nichts geht über das Original, aber diesen Film mag ich mir einfach trotzdem anschauen.
Ausgiebiges Lesen steht ebenfalls auf dem Plan.

Ich bin gespannt, ob mich Band 2 ebenso überzeugt, wie Band 1.
Meine Mittagspause habe ich heute nicht auf dem Rad, sondern in meinem Lieblingcafe verbracht. Lustig, dass ich meine Nachbarin dort traf und wir endlich Zeit für einen Plausch hatten. Sonst eilen wir immer nur aneinander vorbei.

Und so schließt sich der Kreis, es ist wieder eine Woche ins Land gezogen. In der Welt herrscht immer mehr Chaos. Man mag gar nicht mehr hinschauen, aber wegschauen ist auch keine Lösung. Der Antisemitismus in Deutschland scheint wieder gesellschaftsfähig zu werden. Die Stimmung kippt immer schneller. Die Menschen scheinen immer mehr Angst zu haben, können diese Angst aber oftmals gar nicht benennen. Ich versuche meinen Fokus auf mich zu richten, um mich nicht im Strudel der Angst und das, was sie mit den Menschen um mich herum macht, zu verlieren.
Ich wünsche dir viele glückliche Momente in der kommenden Woche.
Alles kann warten, nur das Leben nicht.
© Unbekannt
Liebe Britta,ich wünsche dir einen guten Wochenausklang heute und dass du auch in der kommenden Woche wieder Pausen und Zeit für dich einplanen kannst, um den Kopf freizubekommen und Dinge zu tun, die dir gut tun.Liebe GrüßeAnita
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