Danke für eure Teilnahme!
Ein herzliches Dankeschön an alle, die an der Umfrage teilgenommen haben. 55 % von euch haben sich für die Tagebuchform entschieden – das ist deutlich, und ich freue mich auf den neuen Weg.
Es ist Samstagmorgen. Wie meistens um diese Zeit sitze ich am Rechner und schreibe den Wochenrückblick. Heute merke ich: Die Tagebuchform bringt einen kleinen Haken mit sich. Mein Ziel ist es, den Rückblick am Samstagmorgen online zu stellen. Mit der bisherigen 7-Themen-Struktur war das einfach – die Woche war abgeschlossen, alles klar.
Jetzt ist es etwas anders. Die Woche endet für mich beim Schreiben noch nicht. Deshalb gibt es diese Woche einen Rückblick von Sonntag bis Freitag. Ab nächster Woche wird der Rückblick dann Samstag bis Freitag abdecken.
Keine Sorge: Die 7 Themen bleiben – nur in einer neuen Verpackung.
Diese erste Tagebuch-Woche war für mich vor allem eins: ein Pendeln zwischen Innen und Außen. Zwischen spontanen Ereignissen und bewussten Entscheidungen. Ich habe viel beobachtet, hinterfragt, neu sortiert – im Alltag, in Gedanken, in Gefühlen
Sonntag, 22.06.25
Liebe Tagebuch,
die Umfrage auf dem Block läuft noch, doch es sieht so aus, als hätte die Tagebuchform das Rennen gemacht. Der heutige Sonntag war wirklich heiß. 34 Grad. Gott sei Dank sollen die Temperaturen morgen wieder unter 30 Grad sinken. Der Morgen ist ganz entspannt gestartet. Mit dem Hund bin ich wie immer früh raus, später ist sowieso nur eine kurze Runde drin. Der Ausflug ins Krankenhaus mit der Tänzerin war jetzt nicht geplant, doch so etwas plant man ja selten. Gebrochen ist nichts, nur geprellt. Augen auf bei der Sportwahl, sag’ ich da nur. Gefahren wurden wir von der Würfelkönigin, getroffen haben wir nette Bekannte und so ergab sich unfreiwillig ein kleines „Sit-in“ in der Notfallambulanz. Zu meinem Dienst am Canvassing* Stand, den wir auf dem Straßenfest zu besetzen hatten, war auch noch Zeit. Auch hier ein paar lustige Begegnungen. Wie gut, dass man morgens nicht weiß, was einen am Tag erwartet.
*Canvassing – ein neues Wort das ich lernen durfte. Übersetzt heißt es schlicht und ergreifen: Wahlwerbung
Montag, 23.06.26
Liebes Tagebuch,
ein kühler Wind weht am frühen Morgen in das Büro. Bevor ich die Morgenrunde antrete, wird der Montagsstarter quasi an den Start gebracht. Bin gespannt, wie der Tag wird. Meine HWS macht ein wenig Probleme, das Tippen läuft nicht so ganz rund heute Morgen.
Der Tag neigt sich dem Ende. Ich habe mir den Film „Die einfachen Dinge“ angeschaut und irgendwie etwas anderes erwartet. Trotzdem hat es in mir etwas berührt. Während ich in meinem OfflineTagebuch meine persönlichsten Gedanken notiere, stoße ich auf folgendes Zitat:
Der Weg zurück zur dir beginnt dort, wo du einst gelernt hast, dich zu verstecken.
Alexa Szeli
Dienstag, 24.06.25
Liebes Tagebuch,
der Eintrag vom gestrigen Abend ist nur die Spitze des Eisberges losgetretener Emotionen. Immer wenn ich denke, jetzt bin ich bei mir angekommen, öffnet sich eine Türe, mit der nächsten Lernaufgabe. Neue Fragen entwickeln sich durch Antworten. Auf die Frage, wann ich gelernt habe mich zu verstecken und ob ich es immer noch tue, gab es sekundenschnell eine Antwort.
Die Neugestaltung des Wochenrückblick ruckelt noch etwas. Die Oberthemen wollen im Blick gehalten werden. Mir läuft ein wenig die Zeit davon. Über soviel wollte ich schreiben in diesem Monat.

Der 12tel Blick im Juni ist einer dieser Beiträge. Die Fotos sind „im Kasten“ und bei Canva abgespeichert.
Mittwoch, 25.05.25
Liebes Tagebuch
Der Neumond bringt immer eine besondere Qualität in den Alltag. Am Nachmittag war ich ganz alleine und nutzte die Zeit für eine Meditation. Es lösten sich viele Tränen und anschließend fühlte ich mich befreit. Bevor es zum Chor ging, waren der Hund und ich unterwegs. Meine Wahrnehmung war viel intensiver.

Intensiv ist auch der Wasserverbrauch für den Balkon. Da muss ich mir unbedingt etwas einfallen lassen. Der Regen findet seinen Weg nicht zu meinen Pflanzen. Wasser auffangen geht seit der Verlängerung der Abläufe nicht mehr.

Donnerstag, 26.06.25
Liebes Tagebuch
Den heißesten Tag der Woche habe ich gestern überstanden. Heute hieß es trotzdem „Top, die Hose klebt“. In den Büroräumen war es einfach nur warm. Lüften ging nur, wenn es nicht gerade zu windig war (die Papiere gingen auf Reise) oder es regnete (dann wurden wir nass). Ich will mich nicht beklagen, denn es war ein guter Tag.
Am Abend bin ich mit dem Leitungsteam spontan zur Chorprobe in den Nachbarort geradelt. Auf dem Rückweg war Zeit für Fotos und ein kleines Video.
Freitag, den 27.06.25
Liebes Tagebuch,
mit fehlt die Tageszeitung. Es gibt Artikel die sind hinter der Bezahlschranke verborgen. Zum Beispiel diese Woche die Schließung des einzigen Bioladens der Stadt oder die Investition der Nachbarstadt in einen OGS Masterplan mit 155. Millionen Euro.

Um mein leibliches Wohl habe ich mich diese Woche auch gekümmert.
Um die Investition von Eltern in die Bildung ihrer Kinder ging es in der Dokumentation der ARD, Die teuerste Schule der Welt . Ich kann diese Eltern verstehen, ich würde es auch tun, wenn ich die finanziellen Mittel hätte. Bei zweien meiner Kinder hätte ich mir gewünscht, ich hätte sie eine andere Schule besuchen lassen können. Doch es fehlte an Möglichkeiten.
Ich habe mich entschieden, in diesem Jahr nicht zur Spiel nach Essen zu fahren. Irgendwie ist der Wurm drin. Ich sehe es als Zeichen, dass in den Herbstferien etwas anderes wichtiger ist. Mal sehen, ob es sich bewahrheitet.
Für die Sommerferien habe ich bereits einige Pläne. Ich möchte meine Spiele katalogisieren. Sie verteilen sich über die ganze Wohnung und manche geraten vollkommen in Vergessenheit. Ich bin gespannt, auf welche Anzahl ich komme und ob wirklich kein Spiel doppelt eingezogen ist.
Eine Woche in den Ferien muss ich Betreuen und plane ein Escape-Spiel-Tag.

Samstag 28.06.25
Den Account der StarLights in Jülich habe ich im Blick, weil meine ältestes Tochter mit dabei ist. Am Mittwoch fand ein Draußentraining statt. Ich bin immer wieder erstaunt über die Kraft und den Mut dieser jungen Frauen.

Und jetzt?
Die Tagebuchform fühlt sich noch ungewohnt an Es ruckelt ein bisschen – und das ist okay. Ich habe gemerkt, dass es einfacher ist am Abend oder am nächsten Tag kurz meine Gedanken und Erlebnisse aus dem Alltag, direkt aufzuschreiben .
In der kommenden Woche will ich weiter ausprobieren, wie sich Struktur und spontanes Erzählen verbinden lassen. Und wer weiß – vielleicht zeigt sich der rote Faden dann schon von ganz alleine.
Bis nächsten Samstag.
Ich sammel Duschwasser, sonst ist das Gießen zu wasserintensiv
Mit lieben Grüßen
Nina
LikeLike
Erst einmal gute Genesung für die Tänzerin, hoffentlich ist es nichts Ernstes. Und das mit dem Gießen/Wasserverbrauch finde ich auch extrem. Ich versuche, das Wasser vom Obst-/Gemüsewaschen aufzufangen und zu sammeln. Im Garten hoffe ich, dass es irgendwann in nicht allzu ferner Zeit wieder einmal regnet, damit die Tonnen sich füllen können.Liebe GrüßeAnita
LikeGefällt 1 Person
Der Tänzerin geht es wieder gut, sie tanzt wieder. Liebe Grüße
LikeLike
Schön. 🍀
LikeLike