Freitagmorgen, ich freue mich aufs Wochenende.
Die ständigen Diskussionen über Parteien, Wahlen und die Ängste so vieler Menschen ermüden mich. Diese Debatten, all das Gerede im Fernsehen – ich halte mich davon fern. Ich schalte gar nicht erst ein, denn selbst ohne das bekomme ich schon mehr als genug mit.
Vor ein paar Tagen habe ich ein Lied auf Instagram gepostet. Du kennst es vielleicht auch. Die Kölner, die für das Wählen werben. Jede Stimme zählt.
Eine Viertklässlerin folgt mir auf Instagram und sprach mich darauf an, weil sie den Kölner Dialekt nicht verstand. Sekundenschnell war ich mittendrin im Thema und bei den Ängsten dieser jungen Menschen, die doch eigentlich einfach nur Grundschulkinder sein sollten. Sie sollten unbeschwert spielen und lachen. Kinder mit russischen, ukrainischen, türkischen, italienischen, polnischen Wurzeln haben Angst. Sie hören die Diskussionen der Erwachsenen und machen sich ihre Gedanken, ohne sie auszusprechen.
Wenn mich eine 9-Jährige fragt: „Mein Papa ist Türke, muss er nach den Wahlen gehen? Darf er nicht mehr in Deutschland leben?“ Oder wenn ein 10-Jähriger sich sorgt, ob er Deutscher ist – obwohl er hier geboren wurde, nur seine Eltern nicht – macht mich das zugleich wütend und traurig.
Ich bin ehrlich gesagt erleichtert, wenn wir am Montag endlich die Wahlergebnisse sehen und dieser nervenaufreibende Ausnahmezustand vorbei ist. Was auch immer dabei herauskommt – wir werden in den nächsten Jahren damit leben müssen. Ob es gut oder schlecht wird, zeigt sich erst mit der Zeit. Aber endlich Gewissheit zu haben, wird zumindest ein bisschen Ruhe bringen.
Barbara, vom Blog scrapimpulse schreibt über ihre Gedanken hinsichtlich der Wahl, darüber, dass sie ein freies Wochenende vor sich hat, den Ausblick auf Karneval im Rheinland und schenkt uns den Freitagsfüller.

1. Draußen ist es heute hoffentlich so warm, wie der Wetterbericht es angekündigt hat. Gestern, nach der Arbeit, wäre ich am liebsten die ganze Zeit mit dem Fahrrad durch die Weltgeschichte gefahren. Die milden Temperaturen waren eine Wohltat nach den frostigen Radmomenten der letzten Tage.
2. Wenn ich zu viele Politiknachrichten sehe, macht mich das nervös. Oder vielmehr macht es mir Angst. Der Grund dafür ist, dass so wenig über gute Nachrichten gesprochen wird. Dieser Tage frage ich mich, wo sind die Geschichten von Menschen/Politikern, die nicht so laut vor Mikrofonen und Kameras stehen und im Stillen wirken? Es ist eine exzessive negative Berichterstattung. Egal in welche Richtung man den Blick in der Welt richtet. Amerika, Russland, Europa – die Angst der Gemeinschaft wird geschürt und ich frage mich, zu welchem Zweck. Ich bin sicher kein Verschwörungstheoretiker, doch ich frage mich, wer hat da die Fäden in der Hand und was ist das Ziel.
3. Die größte Flasche, was soll ich hier schreiben? Google hatte da eine Idee:
Die grösste Flasche der Welt steht – in der Schweiz! 4,20 Meter ist sie hoch und enthält 3094 Liter spanischen Wein. Zum Trinken ist dieser nicht wirklich gedacht: Als Werbeobjekt schmückt die Buddel ein Autohaus in Lyssach im Kanton Bern.
4. Mein Lieblingspullover hat es auf jeden Fall hinter sich. Er ist jetzt 13 Jahre alt und für den nächsten Winter brauche ich Ersatz. Zu mindestens, wenn ich unter Menschen gehe, ist er nicht mehr tragbar, im wahrsten Sinne des Wortes.
5. Die ersten Tulpen gibt es schon in den Geschäften zu kaufen. Auf meinem Balkon stecken sie zaghaft ihre Spitzen aus der Erde.
6. Ein Teller mit Gemüse ist aktuell mein (Lieblings) Snack am Abend. Gemeinsam mit der Tochter auf dem Sofa kuscheln, jetzt wo sich nicht mehr von einem unbändigen Husten gequält wird. Ganz nach dem Motto: Türe zu, die Welt bleibt draußen.
7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf eben diese gemeinsam Sofazeit wie ich sie unter Punkt 6 beschrieben habe. Morgen habe ich geplant, mit den Freundinnen Kaffee zu trinken und ausgiebig frische Luft zu schnappen. Und Sonntag möchte ich mit dem Rad eine kleine Tour machen, schlafen und es mir gut gehen lassen!
Wie sehen deine Pläne fürs Wochenende aus?
Liebe Britta, ich wünsche Dir und der Tochter ein kuscheliges und erholsames Wochenende 🙋🏼♀️ und für „danach“… Hoffen wir das Beste, aber rechnen wir mit dem Schlimmsten 🥺
Liebe Grüße
Katrin
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Liebe Katrin,
je älter ich werde, je mehr kann ich verstehen, dass meine Mutter sich ihre eigene kleine, heile Welt zu Hause geschaffen hat. Ich wünsche dir auch ein schönes Wochenende. Liebe Grüße, Britta
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Hallo Britta,
Die aktuelle politische Lage sehe ich leider auch sehr beängstigend. Man kann nur das Beste hoffen.
Liebe Grüße
Julia
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