Die Wintersonnenwende – ein magischer Moment im Jahr, der uns nicht nur die längste Nacht, sondern auch den Wendepunkt hin zu mehr Licht bringt. Ich wollte dir erzählen, wie ich diesen besonderen Abend und die geheimnisvolle Zeit der Raunächte erlebe. Doch als ich dafür einen alten Beitrag aus dem Jahr 2022 hervorkramte, musste ich schmunzeln.
Damals habe ich den Text nicht einmal zu Ende geschrieben. Und jetzt, wo ich ihn lese, fällt mir auf: Meine Art zu schreiben hat sich komplett gewandelt – wie so vieles in meinem Leben in den letzten zwei Jahren. Was damals vielleicht noch roh und unvollständig war, zeigt mir heute, wie weit ich gekommen bin.
Die Raunächte, diese mystischen Tage zwischen den Jahren, tragen für mich eine besondere Bedeutung. Sie sind eine Zeit des Innehaltens, des Rückblicks und der leisen, oft überraschenden Eingebungen. Es ist, als würde das alte Jahr langsam verblassen und Platz machen für all die Möglichkeiten des Neuen.
Vielleicht ist es genau das, was sich in meinem Schreiben spiegelt: ein Wandel, ein Sich-Öffnen, ein Neuerfinden. Und wie passend, dass die Wintersonnenwende genau diesen Geist der Veränderung und des Neubeginns in sich trägt.
Doch heute geht es um den aktuellen Wochenrückblick. Ich wünsche dir viel Freude dabei.
Lesestube
Der Netgalley Adventskalender bescherte mir noch zwei weitere Bücher. Langeweile werde ich in meinem zweiwöchigen Urlaub nicht haben. Die Rezensionen werde ich dann auf meinem Blog veröffentlichen.


In letzter Zeit scheint es, als würde mir das Wort Feminismus von überallher entgegenwehen. Es taucht in Gesprächen, Büchern, Podcasts und Artikeln auf – ein Thema, das wohl nie an Aktualität verliert. Meine erste bewusste Begegnung damit? Damals, in jungen Jahren, als ich zum ersten Mal eine Ausgabe der Zeitschrift Emma in den Händen hielt.
Neugierig, wie ich nun mal bin, habe ich mir auch die aktuelle Ausgabe geschnappt. Was steht da wohl gerade im Fokus? Und siehe da: Auf dem Cover strahlt niemand Geringeres als Adele Neuhauser. Eine Frau, die für ihre Kunst und Haltung gleichermaßen bekannt ist – eine spannende Wahl, finde ich. Doch mehr dazu ein andermal, denn das Cover allein reicht, um den Gedankenfunken zu entzünden.
Wie prägt Feminismus heute unsere Gespräche, unser Denken, unser Handeln? Und wie unterschiedlich habe ich ihn damals wahrgenommen, als ich das Wort zum ersten Mal las? Vielleicht ist es an der Zeit, all diese Fäden zusammenzuführen und ausführlicher darüber zu schreiben. Der Blogartikel wird dann im neuen Jahr erscheinen.
Klang und Spiel
Der Kirchenchor bereitete sich diese Woche auf die Weihnachtsmesse, das Weihnachtssingen und das Neujahrssingen vor. Vorher hat das Leitungsteam sich aber auf den Weihnachtsmarkt geschlichen. Dieser findet genau vor der Haustüre der Kirche statt und wir konnten gar nicht anders, als ihn zu durchqueren.

Weihnachtsmusik lief auch am letzten Freitag in der Schule. Die Kolleginnen durften sich jeweils ein Lied wünschen. Eine bunte Mischung entstand, die nicht jedem gefiel. Nach dieser musikalischen Einlage starteten wir in den letzten Tag vor den Ferien.
Spontan habe ich die Spiellounge in Beschlag genommen. So heißt der Raum natürlich nicht bei uns, aber es hört sich wirklich schöner an. Viele Kinder kennen unsere Spiele nicht, trauen sich nicht Spiele aus dem Regal zu nehmen oder es fehlt ihnen an Mitspielern. Ich habe den Raum etwas einladener vorbereitet, geöffnete Spiele auf den Tisch gestellt und mich selber an einen Tisch gesetzt. Es dauerte nicht lange, da spielte ich mit einem Jungen das Spiel „Die Maulwurf Company“ . Die Regeln sind mir bestens bekannt, denn ich habe es bereits mit meinen mittlerweile erwachsenen Kindern gespielt.

Während ich mit ihm spielte, behielt ich den Raum und die Kinder, die nach und nach eintrafen, im Auge. Eine neue Schülerin, die erst kürzlich mit ihrer Familie aus Bosnien nach Deutschland gezogen war, zeigte Interesse an dem Spiel Make ’n‘ Break. Spontan holte ich zwei weitere Kinder an den Tisch, um sie einzubinden.
Zunächst waren die beiden anderen Kinder etwas unsicher – die Sprachbarriere ließ sie zögern. Doch ich erklärte ihnen kurz, dass man bei diesem Spiel kaum Worte braucht, und brachte allen dreien die Regeln bei. Bald darauf tauchten sie gemeinsam ins Spiel ein, und das Eis war schnell gebrochen. Schließlich war es die Betreuungszeit, die dem Spielspaß ein Ende setzte .
Genau das ist es, was ich an meiner Arbeit liebe.
Flimmerkiste
Viel Zeit und Lust zum Fernsehen hatte ich nicht. Doch Der kleine Lord ist mein persönliches Muss freitags vor Weihnachten. Gemeinsam mit der Novembertochter habe ich mir den Zürich Krimi angeschaut. Ihr wurde schnell langweilig, so dass ich das Sofa nur noch mit Herrn Bretone teilen musste.
Grüne Ecke
Ein ganz besonderes Geschenk machte mir die Schulleiterin.

Da stieg Vorfreude auf die kommende Balkonsaison auf. Es juckt direkt in den Fingern, aber aktuell gibt es nicht viel zu tun.
Drinnen und Draußen
Ich liebe den Vollmond. Es ist immer eine magische Zeit. Ich könnte quasi stundenlang aus dem Fenster schauen oder draußen stehen und ihn beobachten.

Auf dem großen Bild geht mein Blick in Richtung Sonnenaufgang, während in meinem Rücken der Mond in voller Pracht zu sehen ist. Dazu kalte klare Luft und mein Morgen ist fast perfekt.
An den letzten beiden Schultagen wurde ich regelrecht von Geschenken überrascht – Eltern und Kollegen hatten reichlich an mich gedacht. Doch die wahre Überraschung wartete zu Hause: Mein Briefkasten, sonst ein eher nüchterner Ort, war plötzlich gefüllt mit kleinen Aufmerksamkeiten von Eltern und Freunden.
Es war, als hätte die Magie der Weihnachtszeit mich genau dort erwischt, wo ich es am wenigsten erwartet hätte. Jedes Päckchen, jede Karte erzählte ihre eigene kleine Geschichte, voller Wärme und Gedanken, die von Herzen kamen. In diesem Moment wurde mir klar: Weihnachten ist nicht nur eine Zeit des Gebens, sondern auch des Annehmens – mit Freude, Dankbarkeit und einem leisen Staunen darüber, wie sehr man doch Teil eines großen Ganzen ist.

Webfundstücke
Im Netz war ich nicht wirklich unterwegs. Doch es reicht immer für die Erwähnung von
Andrea und dem Samstagplausch. Auch sie denkt über die Wintersonnenwende nach.
Denise und dem Wochenglück . Ihr wurde vom Universum eine Stunde Auszeit geschenkt.
Antetanni und die TOP 7 . Während ich noch tippe, hat sie den Sonntagmorgen schon zum posten genutzt und erzählt von selbstgemachter Dubai Schokolade. Einem Hype, der sich mir nicht erschließt, zumal ich wegen meiner unzähligen Allergien gar nicht in den Genuß dieser Schokolade kommen werde. Lach
und
die Sonntagsschätzchen der Zitronenfalterin. Sie genießt die Ruhe vor dem Sturm.
Was sonst so los war
Irgendwie sind die Einstellungen bei WordPress verändert und ich ärgere mich seid Tagen über die für mich unbefriedigende Nutzung. Ich hoffe, dass Problem bald zu verstehen und eventuell lösen zu können.
Bisher habe ich noch gar nicht über den Adventskalender aus Butterbrottüten erzählt. Eine tolle Aktion vieler fleißiger Hände, dem ich in den nächsten Tagen einen eigenen Blogbeitrag widmen werde.
Bis dahin wünsche ich dir eine schöne Zeit. Vielen Dank für deinen Besuch.

So sah es gestern Abend aus. Das neugeborene Licht in der Nacht.
Ein schöner und zum Nachdenken anregender Wochenrückblick. Ich wünsche dir einen heimeligen 4. Advent mit allem, was dir gut tut, liebe Britta.HerzensgrüßeAnita
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Eine schöne friedliche und auch magische Weihnachtszeit wünsche ich dir. Hier ist der Sturm drinnen (mit kleinen Kindern) und draußen vor der Tür mit Böen und Regen losgegangen.
Liebe Grüße
Andrea
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Danke dir❤️
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Liebe Britta, so ein wunderbarer Rückblick auf die Woche 🥰 besonders Deine Zeilen zur Spielelounge berühren mich sehr, sie zeigen wie wichtig unsere Arbeit ist und v.a. das sie viel mehr als „nur“ spielen beinhaltet. Schön, dass so viele liebe Menschen an Dich gedacht haben. Dein Lesezeichen aus dem Kalender mag ich sehr, dieses nur-noch-eine-Seite ist so treffend 😘 hab einen schönen 4. Advent 🕯️🕯️🕯️🕯️
Liebe Grüße an Dich von Katrin
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Liebe Katrin, vielen Dank für die netten Worte . Liebe Grüße
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