Freitagsfüller #23-2024 – vom Schutz zur Freiheit. Meine neue Rolle als Mutter

Das Nest leert sich

Gestern traf mich eine Erkenntnis wie ein „Schlag“. Das Nest leert sich und ich komme in eine neue Phase meines Lebens. Nach fast fünfzehn Jahren darf ich lernen, dass ich nicht mehr 24/7 verantwortlich bin. Ich muss nicht mehr alles in die Hand nehmen,  klären, ausbügeln oder mein Kind „beschützen“.

Alles drehte sich irgendwie ums Kind

Fünfzehn Jahre lang bin ich allein erziehende Mutter. Eine große Verantwortung und Aufgsabe. Das Loslassen der Geschwister war sicher nicht einfach, aber einfacher. Denn da war ja immer noch jemand für den ich sorgen musste.  Jetzt gibt es keine Baustelle mehr, die ablenkt. Jetzt muss ich mich mit „der Leere“, die auf mich zukommt, auseinander setzen.  Mein Alltag muss nicht mehr ausschließlich um diesen jungen Menschen ausgerichtet werden. Und dieser junge Mensch braucht mich auf eine andere Weise, wie bisher. Meine Aufgabe verändert sich.

Loslassen und gleichzeitig (Rück)Halt geben

Durch das Loslassen entstehen neue Freiräume für mich. Auf die habe ich irgendwie auch gewartet. Doch jetzt sind sie da. Ich muss mich ihnen stellen. In den letzten Tagen habe ich gelernt,  besser hinzuhören. Nachzufragen, ob ich, das was ich höre, auch richtig verstanden habe. Dabei habe ich gelernt, dass das Verstehen oft noch begleitet wird, von der Annahme zu wissen, was gut für sie ist. Obwohl sie ganz klar kommuniziert, was gut und was nicht gut ist, höre ich es nicht.

Was ich unter anderem verstanden habe, ist ihr Wunsch, dass ich hier, in den sozialen Medien, nicht mehr über sie persönlich schreibe. Zu viele Menschen aus unserem Leben folgen mir. Lesen mit.

Auf dem Blog geht das ganz schnell. Bei Instagram muss ich mich noch dran gewöhnen. Ihre Beiträge, wie diese Woche das Mutter-Tochter- Bild reposten, ist okay.

Wieder einmal schlage ich im Buch des Lebens ein neues Kapitel auf. Ich bin sehr gespannt, wie es weiter geht.

Der Freitagsfüller

Hier auf dem Blog geht es mit dem Freitagsfüller weiter. Barbara, vom Blog scrap-impulse , hält für uns wieder  Satzfragmente bereit.

1.Wir reden und reden. Leben viel zu oft gedanklich in unserer Blase. Verlernen wirkliches Zuhören.

2.  Schutz suchen unter den Bäumen, ist bei starkem Wind nicht hilfreich. Herr Bretone und ich wurden diese Woche mehrmals von Eicheln und Ästen „angegriffen“.

3.  In fünf Jahren bin ich 62 Jahre alt. Wenn ich denn so alt werde. Das weiß ich ja heute nicht. 62 oder vielmehr 63 sollte mal mein Renteneintrittsalter sein. Jedes Jahr wird es weiter hochgesetzt. Ich sehe mich schon, den Rollator vor mich herschiebend, Kinder betreuen. Aber, es darf auch alles anders kommen. Da ich, was mein Leben angeht, eher im Hier und Jetzt lebe , ist mir das, was in fünf Jahren sein könnte, nicht wichtig.

4. Der stundenlange Herbstregen war auch schon da. Aber beklagen wir uns nicht. Kein Keller wurde überflutet. Wir wurden nur nass.

5.  Mit der Bahn zu reisen, hört sich in den Medienberichten immer schwieriger an. Gibt es auch Fahrten die gut verlaufen ? Planmäßig?

6.   Auch ich bin nicht frei von Intoleranz. Im Gegenteil.  Je länger ich mit Menschen arbeite und lebe, desto schwerer fällt es mir tolerant zu bleiben.

7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf tatsächlich darauf mein Handy für zwei Tage auszuschalten und nicht erreichbar sein zu müssen. Morgen habe ich geplant, mit den Freitagsfreundinnen einen Kaffee zu trinken und in der Bücherei vorbei zu schauen.  Und Sonntag möchte ich mich einfach überraschen lassen, was der Tag bringt!

Vielen Dank für deinen Besuch.

3 Gedanken zu „Freitagsfüller #23-2024 – vom Schutz zur Freiheit. Meine neue Rolle als Mutter

  1. Guten Morgen du Liebe,

    auch wenn der Schritt bei uns noch nicht ran ist. Der erste kleine Zwischenschritt von einer 24/7 Betreuung ist hier auch getan. Jaja das liebe Zuhören und verstehen, kenne ich auch gut. Ich hoffe du konntest dein Handyfreies Wochenende genießen?

    Viele liebe Grüße deine nähbegeisterte Andrea 🍀

    Like

Kommentare sind geschlossen.