Der heutige Tag war geprägt vom Besuch zweier Gottesdienste.
Am Morgen war der Adventsgottesdienst . Die dritte Kerze am grossen Adventskranz wurde von einer „Lucia“ angezündet. Viele Kinder waren in der Kirche. Der Pfarrer Dr. Denis Rokitta erzählte gemeinsam mit Lucia, die übrigens 1700 Jahre alt ist und aus Italien stammt, ihre Geschichte.
In einer Zeit, in der sich Christen in Höhlen verstecken mussten, da sie verfolgt wurden. Lucia brachte ihnen Nahrung in die dunklen Höhlen und trug eine Krone aus Kerzen auf dem Kopf, um die Hände frei für die Nahrung zu haben.
In solchen Momenten bin ich dankbar, dass ich in einem Teil der Welt lebe, in dem ich nicht wegen meines Glaubens verfolgt werde.
Den Lucia Brauch kannte ich nur als Brauch in Schweden. Das er seinen Ursprung in Italien haben soll ist mir neu.
Gestaltet wurde der Gottesdienst vom Harmonieverein. Es war ein Genuss für die ganze Seele.

Am Abend trafen sich eine überschaubare Anzahl Christen erneut in der Kirche. Diesesmal um das Friedenslicht aus Bethlehem zu begrüßen und zu teilen. Für den Frieden in der Welt zu beten.
In dieser ökumenischen Feier teilten sich der der Pfarrer der evangelischen Gemeide und der Pfarrer der katholischen Gemeinde die Gestaltung .
Eine stille Feier, die mich sehr berührt hat, da die einfachen Worte und Gebete meine Seele trafen.
Nachdem das Licht geteilt wurde, begleiteten wir das Licht zur evangelischen Kirchengemeinde. Nach dem Schlusssegen fuhr ich sehe nachdenklich nach Hause.

Frieden beginnt in meinem Herzen und ich bin ganz ehrlich, gerade ist da nicht viel Platz für Frieden im Kleinen. Wie soll es da im Grossen gelingen ?
Und so steht das Friedenslicht nun auf meinem Wohnzimmertisch um mich an den Frieden in meinem Herzen zu erinnern.

Damit es Frieden in der Welt gibt, müssen die Völker in Frieden leben.
Damit es Frieden zwischen den Völkern gibt, dürfen sich die Städte nicht gegeneinander erheben.
Damit es Frieden in den Städten gibt, müssen sich die Nachbarn verstehen.
Damit es Frieden zwischen Nachbarn gibt, muß im eigenen Haus Frieden herrschen.
Damit im Haus Frieden herrscht, muß man ihn im eigenen Herzen finden.
Laotse (vermutlich 6. Jh. v. Chr.), eigentlich Laozi, auch Lau Dsi oder Lau Dan, nur legendenhaft fassbarer chinesischer Philosoph, Begründer des Taoismus, Laotse bedeutet ‚der Alte‘, sein Sippenname war ‚Li Erl‘
Dankeschön 🕯️
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