Wochenrückblick #25-2024 und ein Blick auf die Herausforderungen von Kindern und Eltern im Bildungssystem

Herzlich Willkommen bei meinem ganz persönlichen Rückblick auf die vergangene Woche.

Zwischen Reflexion und Herausforderung: Warum wir genauer hinschauen sollten

Mein Einleitungstext im gestrigen Freitagsfüller war ein kurzer Blick auf die (Schul-)Lebenssituation von Grundschulkindern. Dabei schwingt in meinen Überlegungen stets eine ambivalente innere Stimme mit: Einerseits die kritische Reflexion, andererseits der Gedanke „Die (Kinder, Eltern, Lehrer, Erzieher) sollen sich nicht so anstellen – das Leben ist nun mal kein Zuckerschlecken, und irgendwie muss man ja darauf vorbereitet werden.“ Doch während dieser Satz durch meinen Kopf hallt, meldet sich eine andere Seite von mir, die ihn stundenlang hinterfragen könnte. Du ahnst sicher, was ich meine.

Es ist ein Dilemma: Mitgefühl versus die Angst, Muster zu erkennen und zu durchbrechen, die aus der eigenen Erziehung durch Eltern und Gesellschaft stammen. Als Mutter blicke ich kritisch auf meine eigene Erziehung zurück. Dabei sehe ich klar, dass auch meine Eltern oft überfordert waren. Der „anstrengende“ Erstgeborene wurde zehn Jahre später durch ein vermeintlich „pflegeleichtes, funktionierendes“ Zweitkind ergänzt. Dieses funktionierte zunächst auch scheinbar tadellos – bis zu einem gewissen Punkt. Dreißig Jahre später lief es plötzlich nicht mehr so rund.

Also bleibt die Frage: Warum fällt es so schwer, aufmerksam zu sein – und das nicht erst, wenn körperliche Grenzen überschritten werden? Warum werden oft gerade die kritisiert, die Dinge anders angehen wollen? Sind es die seelisch Verletzten? Oder diejenigen, die ohnehin schon überfordert sind und Angst haben, noch mehr leisten zu müssen?

Zwischen Sorgen, Erwartungen und Empathie: Was Kinder und Erwachsene wirklich brauchen

Bis vor Kurzem war mir die Plattform der Robert Bosch Stiftung völlig unbekannt. Doch die Schlagzeile zum schulischen Wohlbefinden unserer Kinder weckte sofort eine Mischung aus Genervtsein und innerer Zustimmung: „Nicht schon wieder, was haben sie jetzt schon wieder für Probleme?“ Gleichzeitig nickte ich beim Lesen vieler Inhalte, weil ich vieles davon aus Berichten meiner Tochter und meinem beruflichen Alltag kenne.

Eine Lösung habe ich nicht, aber vielleicht hilft ein wenig mehr Menschlichkeit und Empathie. Nicht alles vorschnell als Quatsch abtun. Jugendliche haben, wie wir damals, ihre Sorgen – oft andere, aber genauso belastend. Ich erinnere mich an meine Angst 1985, mit 17, als Tschernobyl geschah. Dazu kam die ständige Frage: Genüge ich als Tochter? Bin ich der Mensch, den meine Eltern wollen? Wie sich das damals angefühlt hat, bleibt mein Geheimnis. Aber eines weiß ich: Die Ängste waren real.

Kannst du dich an deine Schulängste erinnern? Sicher gab es auch schöne Momente, aber meine Sorgen wurden damals oft mit Sätzen wie „Dafür bist du zu jung“ abgetan.

Es lohnt sich, die Studie der Robert Bosch Stiftung anzusehen. Denn neben den Kindern beleuchtet sie auch uns Erwachsene – und unsere Überforderung. Als Mutter habe ich klare Vorstellungen, wie Lehrer, Trainer oder andere Erwachsene mit meinem Kind umgehen sollen. Doch die Realität sieht oft anders aus. Mein Kind hatte Glück: großartige, engagierte Lehrer. Aber viele Eltern projizieren ihre Erwartungen auf Schule und Vereine und greifen ein, wenn etwas nicht passt. Das setzt Lehrer und Trainer unter Druck – manchmal so sehr, dass sie aufgeben.

Vielleicht sollten wir uns alle öfter fragen: Was würde uns als Kind geholfen haben? Und warum tun wir es dann heute nicht?

Nach diesem langen Einleitungstext geht es zum eigentlichen Wochenrückblick

1.Lesestube

Ich habe mich beim NetGalley Adventskalender angemeldet . Das heißt, hier wird es in den nächsten vier Wochen viel zu berichten geben

Bei Lovelybooks habe ich mich bei einer Leserunde beworben. Heute kam das Rezensionexemplar an. Das Buch selber erscheint Anfang Dezember.

Die Tageszeitung kam diese Woche in Papierform, da die Künstlerin auf Reisen war und ihre Lieferung an mich umgeleitet hat.

2.Flimmerkiste

Nach langer Zeit gab es gestern Abend einen Mutter-Tochter-Filme Abend. Wir haben uns Die Bergretter angeschaut.

3.Klang

Diese Woche steht ganz unter dem Eindruck der Cäcilienmesse und des -festes im Kirchenchor. Am Mittwoch bei der Probe habe ich zwei Musikstücke aufgenommen, die du die auf wer Insta-Seite des Kirchenchores anhören kannst.

Das Foto ist mehr oder weniger ein Nebenprodukt meiner Medienarbeit für den Chor.

4. Grüne Ecke

Nach der Saison ist vor der Saison. Ich plane den großen Balkongarten um. Aktuell ist es entweder auf der einen Seite zu trocken oder auf der anderen Seite zu nass. Der kleine Balkon hat volle Sonnenlage. Dort sollen nächste Jahr die Kräuter einziehen.

Auch das Prinzip des Drei-Zonen-Gartens würde ich gerne auf dem Balkon anwenden. Die nächsten Wochen werde ich mich dort ein wenig einlesen.

5. Drinnen und Draußen

Mit Hund und Rad bei jedem Wetter draußen.  Das Foto habe ich beim Sonntagsspaziergang nach dem Regen gemacht.

Das nasskalte Wetter hat mich dazu gebracht, es mir mehr drinnen gemütlich zu machen. Statt eines Treffens bei einer Tasse Kaffee gab es zwei lange, herzliche Telefongespräche am Abend – fast wie gemeinsam am Tisch, nur eben mit einem Hörer in der Hand.

Der Elternsprechtag war ebenfalls auf dem Programm. Die Anreise mit dem ÖPNV hat dabei gefühlt dreimal so lange gedauert wie das eigentliche Gespräch – eine echte Geduldsprobe, aber auch irgendwie typisch, oder?

6. Webfundstücke

Neue Webfundstück kann ich dir nicht zeigen, aber wie jede Woche verlinke ich diesen Beitrag bei

Andrea und dem Samstagsplausch. Sie stellt ihren neuen Ohrensessel vor . Ich träume selber von so einem Teil. Herrlich

Denise und dem Wochenglück. Denise fiel es nicht so leicht ihr Wochenglück zu finden, aber sie wurde fündig.

Der Zitronenfalterin und den Sonntagsschätzchen .Ihr Schneefotos mit und ohne Hund sind einfach toll.

Antetanni und den TOP 7 am Sonntag. Bei ihr geht es heute um Musik und Handarbeiten.

7. Was sonst so los war

Bei mir war es ruhig auf dem Blog. Neben dem Montagsstarter und dem Freitagsfüller, ist nur noch die Rabattaktion zu erwähnen.

Rabattaktion bei meinem Kooperationsparter DESENIO bis 24.11.24

Das ist ein personalisiertes Poster mit meiner Lieblingsallee .

Das war es für heute. Vielen Dank für deinen Besuch.

3 Gedanken zu „Wochenrückblick #25-2024 und ein Blick auf die Herausforderungen von Kindern und Eltern im Bildungssystem

  1. Schön, dass du dir Gedanken zum Bildungswesen machst. Ich erzähle aus meiner Erfahrung: Wir haben einen neuen Schulpräsidenten. Er dachte wohl zuerst, was diese Lehrpersonen nur alles zu jammern haben, jetzt bringe ich neuen Wind, in dem bitte alles segeln.

    Da der Schulleiter nach kurzer Zeit schon nicht mehr bei uns ist, ist der Schulpräsident gefordert. Er verbringt jetzt pro Woche zwei Tag in den Schulhäusern. Und plötzlich realisiert er, was da im Schulalltag alles abgeht, womit die Lehrpersonen tagtäglich konfrontiert sind. Er versteht jetzt, warum es den meisten die Zehennägel kräuselt, wenn das vom Kanton geforderte Qualitätsmanagement zur Sprache kommt. Schule kann sich erst entwickeln, wenn der Alltag läuft.

    Ich rede hier von der Schweiz, wo wir von „geflüchteten“ Kollegen aus dem nördlichen Nachbarland wissen, dass in Deutschland das Bildungswesen noch viel stärker gebeutelt wird. Wir hatten auch Austauschschüler, denen der Mund offensteht, wenn sie erkennen, dass in unserem Schulhaus (120 SuS) alle WCs funktionieren und nicht nur eines für 1000 SuS noch intakt ist.

    Wenn meine Berufskollegen über der Grenze um Hilfe rufen (jammern ist ein Euphemismus), sollte man hinhören, sich über die Zustände, nicht die Lehrer empören und die Politier in die Pflicht nehmen.

    Aber wo kein Geld ist, ist kein Geld …. Wohin das fliesst, versickert? ….

    Liebe Grüsse von Regula

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  2. Liebe Britta,

    ich freue mich sehr über deinen Wochenrückblick, deine Einleitung hat mich selbst sehr zum Nachdenken angeregt, wie das bei mir war damals mit Tschernobyl, mit den Erfahrung rund um die Schule, mit den Erwartungen, die ich an den Schüler selbst gestellt habe usw. Danke für diese Anregung und für die Verlinkung der Bosch-Studie.

    Die Bäumen mit dem gelben Laub sehen toll aus, ich bin ja kein Fan von Herbst und Winter, aber das bunte Laub finde ich dann doch auch schön.

    Ich wünsche dir heute einen gemütlichen Sonntagnachmittag mit allem, was dir gut tut.

    Herzensgrüße

    Anita

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